{"id":21425,"date":"2020-03-10T11:04:57","date_gmt":"2020-03-10T10:04:57","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=21425"},"modified":"2020-03-10T11:04:57","modified_gmt":"2020-03-10T10:04:57","slug":"mehr-geld-fuer-1-940-bauarbeiter-im-kreis-herzogtum-lauenburg-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/03\/10\/mehr-geld-fuer-1-940-bauarbeiter-im-kreis-herzogtum-lauenburg-gefordert\/","title":{"rendered":"Mehr Geld f\u00fcr 1.940 Bauarbeiter im Kreis Herzogtum Lauenburg gefordert"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Volle Auftragsb\u00fccher, Rekordums\u00e4tze, langes Warten auf Handwerker \u2013 die Baubranche boomt: Davon sollen jetzt auch die 1.940 Bauarbeiter im Kreis Herzogtum Lauenburg profitieren. F\u00fcr sie fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in der anstehenden Tarifrunde ein Lohn-Plus von 6,8 Prozent \u2013 mindestens aber 230 Euro mehr im Monat. F\u00fcr Azubis soll es 100 Euro mehr pro Monat geben. Au\u00dferdem verlangt die IG BAU, dass lange Fahrzeiten zur Baustelle bezahlt werden.<\/p>\n<p>Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern beginnen am 19. M\u00e4rz in Berlin. \u201eMaurer, Zimmerleute und Fliesenleger sind extrem gefragt. Gerade im Wohnungsbau versch\u00e4rft sich der Mangel an Fachkr\u00e4ften. Aber die bekommt man nur, wenn die Arbeit auf dem Bau attraktiver wird\u201c, sagt Matthias Maurer, Bezirksvorsitzender der IG BAU Hamburg. Gro\u00dfe Baufirmen, aber auch viele kleine Handwerksbetriebe in der Region st\u00fcnden wirtschaftlich so gut da wie seit Jahren nicht mehr. \u201eWer heute nicht in bessere L\u00f6hne und Arbeitsbedingungen investiert, hat vielleicht morgen keine Facharbeiter mehr\u201c, betont Maurer.<\/p>\n<p>Ein entscheidender Punkt sei hier die Bezahlung der Pendelei: \u201eBauarbeiter verbringen teils mehrere Stunden am Tag im Auto, um zur Baustelle und zur\u00fcck zu kommen. Das ist verlorene Lebenszeit. Dabei wechseln die Baustellen st\u00e4ndig. Bauleute k\u00f6nnen sich \u2013 anders als die meisten Pendler \u2013 vorher nicht auf den n\u00e4chsten Einsatzort einstellen\u201c, sagt Carsten Burckhardt, der f\u00fcr die IG BAU die Verhandlungen f\u00fchrt. In der Tarifrunde will die Gewerkschaft deshalb erstmals eine generelle Entsch\u00e4digung der sogenannten Wegezeiten durchsetzen.<\/p>\n<p>Die IG BAU Hamburg sieht gro\u00dfes Potential f\u00fcr ein \u201ekr\u00e4ftiges Lohn-Plus\u201c: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erreichten die Auftragseing\u00e4nge im Bauhauptgewerbe im vergangenen Jahr mit 86 Milliarden Euro den h\u00f6chsten jemals gemessenen Wert. In einem aktuellen Konjunkturbericht spricht die Bundesbank von einer \u201eau\u00dferordentlich guten Auftragslage\u201c, mit der Bauunternehmen ihre \u201eMargen betr\u00e4chtlich ausgeweitet\u201c h\u00e4tten. F\u00fcr das laufende Jahr rechnen Bauindustrie und -handwerk mit einem Umsatzplus von mindestens f\u00fcnf Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Volle Auftragsb\u00fccher, Rekordums\u00e4tze, langes Warten auf Handwerker \u2013 die Baubranche boomt: Davon sollen jetzt auch die 1.940 Bauarbeiter im Kreis Herzogtum Lauenburg profitieren. F\u00fcr sie fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in der anstehenden Tarifrunde ein Lohn-Plus von 6,8 Prozent \u2013 mindestens aber 230 Euro mehr im Monat. 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