{"id":21305,"date":"2020-03-05T09:53:52","date_gmt":"2020-03-05T08:53:52","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=21305"},"modified":"2020-03-05T09:53:52","modified_gmt":"2020-03-05T08:53:52","slug":"bund-foerdert-forschung-des-helmholtz-zentrum-geesthacht-fuer-mehr-meeresschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/03\/05\/bund-foerdert-forschung-des-helmholtz-zentrum-geesthacht-fuer-mehr-meeresschutz\/","title":{"rendered":"Bund f\u00f6rdert Forschung des Helmholtz-Zentrum Geesthacht f\u00fcr mehr Meeresschutz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geesthacht (pm).<\/strong> \u201eIn der deutschen Nordsee liegen die Natura-2000 Schutzgebiete Sylter Au\u00dfenriff, Borkum Riffgrund und Doggerbank. Bislang darf dort kommerziell gefischt werden auch mit Grundschleppnetzen. Nun soll wissenschaftlich untersucht werden, wie sich ein Verbot der grundber\u00fchrenden Fischerei in gro\u00dfen Bereichen dieser drei Gebiete auswirkt. Langfristiges Ziel ist die Verbesserung des \u00f6kologischen Zustands dieser Meeresschutzgebiete, von dem dann auch wiederum die kommerziell interessanten Fischbest\u00e4nde und am Ende auch die Fischerei profitieren kann. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht beteiligt sich an diesem Forschungsprojekt und wird daf\u00fcr mit \u00fcber 204.000 Euro vom Bund gef\u00f6rdert\u201c, teilt der Koordinator der Bundesregierung f\u00fcr die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann, am Rande der Auftaktveranstaltung der Deutschen Allianz Meeresforschung in Berlin mit.<\/p>\n<p>Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und weitere 18 f\u00fchrende Meeresforschungseinrichtungen in Deutschland, schlossen sich 2019 zur Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) zusammen. Am 3. M\u00e4rz fand in Berlin die Auftaktveranstaltung der Allianz statt. Auf dem Podium nahm auch der Maritime Koordinator, Norbert Brackmann, Platz, der im Internationalen Beirat der Deutschen Allianz Meeresforschung mitarbeitet und dort die Forschungsmissionen begutachtet. Zeitgleich mit der Auftaktveranstaltung am 3. M\u00e4rz, starteten auch die mit 3 Mio. Euro vom Bund gef\u00f6rderte DAM-Forschungsmissionen \u201eMeere sch\u00fctzen und nachhaltig nutzen\u201c, an der das Helmholtz-Zentrum Geesthacht beteiligt ist.<\/p>\n<p>\u201eKonkret untersucht das Helmholtz-Zentrum Geesthacht im Rahmen der Forschungsmission, wie sich die Organismen, Sedimentstrukturen und Stofffl\u00fcsse im und am Meeresboden entwickeln. Dabei gehen die Wissenschaftler unter anderem davon aus, dass sich ohne grundber\u00fchrende Fischerei der Bestand bodenlebender Organismen ver\u00e4ndern wird. Tats\u00e4chliche Effekte und Einfl\u00fcsse von marinen Schutzzonen auf die Meeresumwelt und das \u00d6kosystem sind jedoch bisher kaum untersucht. Das Projekt konzentriert sich daher auf die wissenschaftliche Beobachtung der Effekte, die sich nach dem Verbot der mobilen, grundber\u00fchrenden Fischerei einstellen. Dazu muss sowohl der Ist-Zustand als Referenz aufgenommen werden, als auch neue, angepasste Methoden entwickelt werden, um die Effekte nach dem Fischereiverbot zu erfassen\u201c, sagt der Lauenburgische CDU-Politiker Norbert Brackmann.<\/p>\n<p>\u201eIch freue mich, dass das Helmholtz-Zentrum Geesthacht aus meinem Wahlkreis an dieser Forschungsmission der neu gegr\u00fcndeten Deutschen Allianz Meeresforschung beteiligt ist. Denn es geht dabei nicht nur um den Schutz von Fischbest\u00e4nden, sondern auch darum das zuk\u00fcnftige Management dieser Meeresgebiete zu verbessern und die verschiedenen Interessen von Naturschutz \u00fcber Fischerei bis zur Offshore-Industrie feiner auszutarieren\u201c, sagt der Maritime Koordinator Norbert Brackmann.<\/p>\n<p>Die Deutsche Allianz Meeresforschung hat zum 1. M\u00e4rz 2020 die Forschungsmissionen \u201eMeere sch\u00fctzen und nachhaltig nutzen\u201c gestartet. Die Mission ist auf drei Jahre angelegt und setzt sich aus zahlreichen Teilprojekten zusammen. Die Mission wird Ma\u00dfnahmen (Optionen, Konzepte und Strategien) entwickeln und bewerten, die eine nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen und \u00d6kosystemdienstleistungen unterst\u00fctzen und einen guten Umweltzustand in marinen Systemen f\u00f6rdern. Die Forschungsmission konzentriert sich auf Regionen in der Nord- und Ostsee sowie Regionen entlang der westafrikanischen K\u00fcste. Bei der Analyse der Ma\u00dfnahmen werden auch ihre potenziellen \u00f6kologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen sowie die politischen Rahmenbedingungen bewertet. Um das zu erreichen, ist eine transdisziplin\u00e4re und interdisziplin\u00e4re Herangehensweise sowie ein enger Dialog mit allen Beteiligten erforderlich. Ziel der Mission ist es konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr Politik und Gesellschaft bereitzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geesthacht (pm). \u201eIn der deutschen Nordsee liegen die Natura-2000 Schutzgebiete Sylter Au\u00dfenriff, Borkum Riffgrund und Doggerbank. Bislang darf dort kommerziell gefischt werden auch mit Grundschleppnetzen. Nun soll wissenschaftlich untersucht werden, wie sich ein Verbot der grundber\u00fchrenden Fischerei in gro\u00dfen Bereichen dieser drei Gebiete auswirkt. 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