{"id":21182,"date":"2020-02-29T05:05:11","date_gmt":"2020-02-29T04:05:11","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=21182"},"modified":"2020-02-29T09:08:02","modified_gmt":"2020-02-29T08:08:02","slug":"erster-bestaetigter-covid-19-erkrankter-in-schleswig-holstein-im-kreis-segeberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/02\/29\/erster-bestaetigter-covid-19-erkrankter-in-schleswig-holstein-im-kreis-segeberg\/","title":{"rendered":"Erster best\u00e4tigter COVID-19-Erkrankter in Schleswig-Holstein im Kreis Segeberg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Segeberg (pm).<\/strong> Im Kreis Segeberg ist der erste Fall einer COVID-19-Infektion best\u00e4tigt worden. Es handelt sich gleichzeitig um den ersten Nachweis des Virus in Schleswig-Holstein. Er ist Mitarbeiter der Kinderabteilung des Universit\u00e4tsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Der Henstedt-Ulzburger war in Italien im Trentino im Urlaub und kam am Sonntag, 23. Februar, zur\u00fcck. Die Region Trentino ist nach Definition des Robert-Koch-Instituts aktuell kein Covid-19-Risikogebiet. Er nahm am Montag nach seiner R\u00fcckkehr seine Arbeit im UKE wieder auf. Als er am Dienstag erste Krankheitssymptome bemerkte, brach er seinen Dienst sofort ab. Am sp\u00e4ten Donnerstagabend best\u00e4tigte sich dann der Verdacht einer Infektion. Der Infektionsschutz des Kreises Segeberg hat daraufhin in enger Abstimmung mit der Hamburger Beh\u00f6rde und dem Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein sofort die notwendigen Ma\u00dfnahmen eingeleitet.<\/p>\n<p>Der Patient befindet sich zurzeit in einem stabilen Zustand in h\u00e4uslicher Isolierung. Auch seine Ehefrau ist h\u00e4uslich isoliert, aktuell aber noch symptomlos. Eine diagnostische Abkl\u00e4rung ist veranlasst. Die Personen, die mit dem Ehepaar engen Kontakt hatten, werden derzeit durch Hamburger Gesundheitsbeh\u00f6rde (Arbeitsort) und die Kreisgesundheitsbeh\u00f6rde (Wohnort) ermittelt, informiert und gegebenenfalls auf den Erreger getestet. Alle Kinder und ihre Eltern, die engen Kontakt mit dem betroffenen UKE-Mitarbeiter hatten, gehen 14 Tage im UKE in Quarant\u00e4ne oder \u2013 soweit es ihr Gesundheitszustand und die h\u00e4usliche Situation zulassen \u2013 bei sich zu Hause. Klinik-Mitarbeiter*innen, die einen engen Kontakt mit ihrem Kollegen hatten, sind ebenfalls in h\u00e4uslicher Isolation. Auch sie werden getestet. Auf der betroffenen Station finden keine Neuaufnahmen statt.<\/p>\n<p>Wie in diesem Fall geht der Infektionsschutz nach dem gleichen Schema vor: Im Falle eines Nachweises des Virus COVID-19 wird gegen\u00fcber der infizierten Person eine Quarant\u00e4ne im h\u00e4uslichen Umfeld oder im Krankenhaus \u2013 je nach Gesundheitszustand und abh\u00e4ngig davon, ob es die h\u00e4usliche Situation zul\u00e4sst \u2013 angeordnet. Umgehend werden daraufhin die engen Kontaktpersonen ermittelt, benachrichtigt und ebenfalls getestet. Grunds\u00e4tzlich stehen auch die engen (ansteckungsverd\u00e4chtigen) Kontaktpersonen unter Quarant\u00e4ne, unabh\u00e4ngig davon, wie der erste Test ausf\u00e4llt, da die Inkubationszeit (ca. 14 Tage) abgewartet werden muss.<\/p>\n<p>Im aktuellen Fall ermittelt der Infektionsschutz derzeit 50 Kontaktpersonen aus dem Umfeld des Erkrankten und seiner Ehefrau. Wer glaubt, eine davon sein zu k\u00f6nnen, kann sich beim Kreis Segeberg unter der Rufnummer 04551 951-9833 melden (am heutigen Freitag noch bis 18 Uhr, am Wochenende jeweils von 10 bis 16 Uhr). Hier wird dann das weitere Vorgehen abgestimmt.<\/p>\n<p>\u201eDer Kreis Segeberg ist gut vorbereitet auf diesen und weitere F\u00e4lle\u201c, sagt Landrat Jan Peter Schr\u00f6der. Und von weiteren F\u00e4llen sei nach derzeitigen Erkenntnissen \u00fcber das Virus auszugehen. Jeder k\u00f6nne aber durch angemessene Hygienema\u00dfnahmen dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dazu geh\u00f6ren<\/p>\n<p>Handhygiene (regelm\u00e4\u00dfiges, richtiges H\u00e4ndewaschen),<br \/>\nsich nicht ins Gesicht zu fassen,<br \/>\nHusten und Niesen in ein Einwegtaschentuch (oder Armbeuge)<br \/>\nund grunds\u00e4tzlich Abstand halten zu kranken Personen.<\/p>\n<p>Die in Henstedt-Ulzburg anstehende B\u00fcrgermeisterwahl am kommenden Sonntag ist laut Landrat Schr\u00f6der in keiner Weise beeintr\u00e4chtigt. Laut Aussage der Gemeinde Henstedt-Ulzburg werden an den Wahllokalen entsprechende Hygienevorkehrungen getroffen.<\/p>\n<p>Das Ministerium ist seit Beginn des Geschehens in China auf Landesebene koordinierend t\u00e4tig und Bindeglied zwischen Bundesgesundheitsministerium, Robert-Koch-Institut und Kreis-Gesundheits\u00e4mtern sowie zwischen Beteiligten im Land. Im Gesundheitsministerium wurde dazu ein interner F\u00fchrungsstab gebildet, die die landesweite Koordination verantwortet. Sollte es im weiteren Verlauf erforderlich sein, kann auch das Lagenzentrum des Innenministeriums hinzugezogen werden.<\/p>\n<p>Ob eine Diagnostik sinnvoll ist, sollte im Zweifelsfall telefonisch mit dem Hausarzt\/der Haus\u00e4rztin gekl\u00e4rt werden, der sich mit dem f\u00fcr Infektionsschutz zust\u00e4ndigen \u00f6rtlich Gesundheitsamt abstimmt. Zus\u00e4tzlich wird ab Freitagnachmittag der Kreis Segeberg eine Hotline schalten. Diese ist am heutigen Freitag noch bis 18 Uhr zu erreichen, am morgigen Sonnabend sowie am Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr. Die Nummer: 04551 951-9833.<br \/>\nPersonen mit Atemwegserkrankungen, die zuvor in einem Risikogebiet waren oder Kontakt mit einem best\u00e4tigten Fall hatten, k\u00f6nnen sich auch an die Telefonnummer 116 117 der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) wenden (auch au\u00dferhalb der Sprechzeiten). Zudem sollten diese Personen unn\u00f6tige Kontakte vermeiden und nach M\u00f6glichkeit zu Hause bleiben. Die Risikogebiete finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Risikogebiete.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Risikogebiete.html<\/a><\/p>\n<p>Kreis und Ministerium erinnern daran, dass die Informationen f\u00fcr die Fach\u00f6ffentlichkeit regelm\u00e4\u00dfig auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts aktualisiert werden. Beispielsweise finden dort \u00c4rztinnen und \u00c4rzte die Informationen zum Verfahren der diagnostischen Abkl\u00e4rung bei Verdachtsf\u00e4llen: <a href=\"http:\/\/www.rki.de\/ncov\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.rki.de\/ncov<\/a><\/p>\n<p>B\u00fcrger*innen finden Informationen, auch zu Hygienetipps, bei der Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung unter <a href=\"http:\/\/www.infektionsschutz.de\/coronavirus-2019-ncov.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.infektionsschutz.de\/coronavirus-2019-ncov.html<\/a><br \/>\nsowie auf der Seite des Gesundheitsministeriums Schleswig-Holstein unter <a href=\"https:\/\/schleswig-holstein.de\/coronavirus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/schleswig-holstein.de\/coronavirus<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Segeberg (pm). Im Kreis Segeberg ist der erste Fall einer COVID-19-Infektion best\u00e4tigt worden. 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