{"id":20807,"date":"2020-02-13T05:59:50","date_gmt":"2020-02-13T04:59:50","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=20807"},"modified":"2020-02-14T09:14:36","modified_gmt":"2020-02-14T08:14:36","slug":"fast-food-ketten-gewerkschaft-ngg-fordert-hoehere-loehne-im-kreis-herzogtum-lauenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/02\/13\/fast-food-ketten-gewerkschaft-ngg-fordert-hoehere-loehne-im-kreis-herzogtum-lauenburg\/","title":{"rendered":"Fast-Food-Ketten: Gewerkschaft NGG fordert h\u00f6here L\u00f6hne im Kreis Herzogtum Lauenburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Lohn-Plus f\u00fcrs Burger-Braten: Im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen die Besch\u00e4ftigten in Fast-Food-Restaurants wie McDonald\u2019s, Burger King &amp; Co. mehr Geld bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG).<\/p>\n<p>\u201eDie Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke \u2013 bekommen daf\u00fcr aber meist nur den Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde\u201c, kritisiert Anne Widder von der NGG Hamburg-Elmshorn. Die Gewerkschaft verlangt \u201earmutsfeste L\u00f6hne\u201c von mindestens zw\u00f6lf Euro pro Stunde. Profitieren w\u00fcrden davon auch die Besch\u00e4ftigten bei Marken wie Starbucks, KFC, Nordsee, Vapiano, Tank &amp; Rast und Pizza Hut. Allein der Branchenprimus McDonald\u2019s betreibt im Kreis Herzogtum Lauenburg zwei Filialen.<\/p>\n<p>Hintergrund ist die laufende Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft NGG und dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS). Die Branche besch\u00e4ftigt bundesweit rund 120.000 Besch\u00e4ftigte in 3.000 Restaurants und Caf\u00e9s. \u201eEs ist h\u00f6chste Zeit, vom Mindestlohn-Image wegzukommen. Die Menschen haben f\u00fcr ihre harte Arbeit eine faire Bezahlung verdient\u201c, betont NGG-Gewerkschaftssekret\u00e4rin Widder. Aktuell reichten die L\u00f6hne kaum, um ohne einen Zweitjob oder staatliche St\u00fctze \u00fcber die Runden zu kommen. Widder: \u201eMilliardenschwere Konzerne wie McDonald\u2019s zahlen so wenig, dass die Allgemeinheit einspringen muss. Heute m\u00fcssen die Steuerzahler die L\u00f6hne und sp\u00e4ter die Renten aufstocken, damit das Geld zum Leben reicht \u2013 hiermit muss endlich Schluss sein.\u201c<\/p>\n<p>Die Arbeitgeber h\u00e4tten jedoch ein sp\u00fcrbares Lohn-Plus bislang vehement blockiert. \u201eDie Wut der Besch\u00e4ftigten ist gro\u00df. Wir rufen jetzt in ausgew\u00e4hlten Orten zu Protestaktionen und Warnstreiks auf, auch im Kreis Herzogtum Lauenburg k\u00f6nnte es noch vor der n\u00e4chsten Verhandlung zu Ausst\u00e4nden kommen\u201c, so die Gewerkschafterin. Die Tarifverhandlungen werden am 13. und 14. Februar in Stuttgart fortgesetzt. Es ist bereits die dritte Runde. Die schlechte Bezahlung f\u00fchrt nach Einsch\u00e4tzung der NGG auch zu einem versch\u00e4rften Personalmangel in der Branche. \u201eSowohl ausgebildete Fachkr\u00e4fte als auch Quereinsteiger \u00fcberlegen sich dreimal, ob sie den stressigen Job im Schnellrestaurant zum Billig-Tarif machen. Stattdessen wechseln sie h\u00e4ufig in andere Branchen \u2013 etwa zum Discounter an die Kasse\u201c, berichtet Widder. H\u00f6here L\u00f6hne in der Systemgastronomie seien ein entscheidender Beitrag, um Fachleute in der Branche zu halten und Schulabg\u00e4nger f\u00fcr eine Ausbildung zu<br \/>\ngewinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Lohn-Plus f\u00fcrs Burger-Braten: Im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen die Besch\u00e4ftigten in Fast-Food-Restaurants wie McDonald\u2019s, Burger King &amp; Co. mehr Geld bekommen. 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