{"id":20546,"date":"2020-02-02T09:38:48","date_gmt":"2020-02-02T08:38:48","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=20546"},"modified":"2020-02-02T10:03:42","modified_gmt":"2020-02-02T09:03:42","slug":"liberaler-buergerpreis-geht-an-den-helferkreis-asyl-im-dorf-aus-kroeppelshagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/02\/02\/liberaler-buergerpreis-geht-an-den-helferkreis-asyl-im-dorf-aus-kroeppelshagen\/","title":{"rendered":"Liberaler B\u00fcrgerpreis geht an den Helferkreis &#8218;Asyl im Dorf&#8216; aus Kr\u00f6ppelshagen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kr\u00f6ppelshagen (pm).<\/strong> Seit vielen Jahren verleiht der Kreisverband der FDP Herzogtum Lauenburg den Liberalen B\u00fcrgerpreis, um besonderes ehrenamtliches Engagement von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern im Kreis Herzogtum Lauenburg zu w\u00fcrdigen. In diesem Jahr haben sich der Kreisverband und die Kreistagsfraktion der FDP Herzogtum Lauenburg entschieden, das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Helferkreises Asyl im Dorf auszuzeichnen.<\/p>\n<p>Der Helferkreis Asyl im Dorf hat \u00fcber Jahre hinweg vorbildlich die Integration von Migranten unterst\u00fctzt und diese begleitet, damit sie sich in unserem Land, in unserer Gesellschaft zurecht finden k\u00f6nnen. Jan Marcus Rossa erkl\u00e4rt f\u00fcr den Kreisverband: \u201eDer Helferkreis hat in den vergangenen Jahren vielen Migranten bei der Sprachausbildung, bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen, bei der Jobsuche oder bei der Suche nach geeigneten Wohnungen geholfen und sich schlicht um Menschen in Not gek\u00fcmmert. Die Helfer haben damit ehrenamtlich einen wichtigen Beitrag geleistet, um die schutzsuchenden Menschen in unserer Gesellschaft aufzunehmen und sie so zu integrieren, dass sie sich in Deutschland zurecht finden.\u201c<\/p>\n<p>Der Kreisvorsitzende Jan-Marcus Rossa erkl\u00e4rt vor den zirka 30 anwesenden G\u00e4sten weiter: \u201eWie selbstverst\u00e4ndlich hat sich der Staat seit vielen Jahren bei der Integrationsarbeit in ganz erheblichem Umfang auf das Engagement ehrenamtlicher Helfer verlassen, die sich in den Kommunen organisiert haben, um Migranten auf ihrem Weg in unsere Gesellschaft zu helfen. Die Unterst\u00fctzung, die die Ehrenamtler in den vergangenen Jahren durch den Staat allerdings erfahren haben, war schon bisher eher sparsam ausgefallen und verschlechterte sich mit der Entscheidungen der Bundesregierung im letzten Jahr, die Mittel f\u00fcr die Integrationsarbeit sp\u00fcrbar zu k\u00fcrzen, dramatisch. Das hat auch dazu gef\u00fchrt, dass Stellen f\u00fcr hauptamtliche Berater, die die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer unterst\u00fctzt haben, gestrichen werden mussten, was am Ende die Ehrenamtler auszubaden haben.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr den Helferkreis berichtete Anna Ammonn \u00fcber die Arbeit der zahlreichen Helfer, die sich seit bald f\u00fcnf Jahren um Migranten k\u00fcmmern, die in Kr\u00f6ppelshagen gelandet sind. Sie wies entschieden darauf hin: \u201eIntegration ist nicht damit abgeschlossen, wenn einem Fl\u00fcchtling ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zuerkannt wurde. Wir m\u00fcssen uns um diese Menschen auch danach k\u00fcmmern, damit sie in unserer Gesellschaft ankommen.\u201c<\/p>\n<p>Weiter erkl\u00e4rt Jan Marcus Rossa: \u201eWir haben uns in der Jamaika-Koalition, die im Sommer letzten Jahres ein Integrations- und Teilhabegesetz auf den Weg gebracht hat, daf\u00fcr eingesetzt, dass ein Teil der wegfallenden finanziellen Mittel des Bundes durch das Land ausgeglichen wird. Es ist gelungen, dass in den Haushaltsberatungen zus\u00e4tzlich f\u00fcnf Millionen Euro f\u00fcr Integrationsma\u00dfnahmen zur Verf\u00fcgung gestellt werden, die eigentlich vom Bund h\u00e4tten getragen werden sollen; vier Millionen Euro mildern die K\u00fcrzungen beim Integrationsfestbetrag, der direkt an die Kommunen flie\u00dft, und eine Million Euro stehen f\u00fcr die F\u00f6rderung ehrenamtlicher Integrationsarbeit zur Verf\u00fcgung. Insgesamt stellt das Land mehr als 23 Millionen Euro f\u00fcr die Integrationsarbeit bereit. Davon wird hoffentlich auch der Helferkreis \u201eAsyl im Dorf\u201c profitieren k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Ein vollst\u00e4ndiger Ausgleich ist aber einem Land wie Schleswig-Holstein nicht m\u00f6glich. Und das wirkt sich leider unmittelbar auch auf die Arbeitsbedingungen in der Integrationsarbeit von ehrenamtlichen Helferkreisen wie Asyl im Dorf aus. Bei vielen Aufgaben, die die ehrenamtlichen Helfer wahrnehmen, sind sie auf die professionelle Unterst\u00fctzung hauptamtlicher Integrationsberater angewiesen, die k\u00fcnftig fehlen. Das erschwert auch die Arbeit des Helferkreises erheblich. \u201eIch habe im vergangenen Sommer den Helferkreis Asyl im Dorf daher gebeten, sich im Anh\u00f6rungsverfahren zum Integrations- und Teilhabegesetz einzubringen, damit die Bed\u00fcrfnisse und berechtigten Anliegen der ehrenamtlichen Helfer in der Landespolitik geh\u00f6rt werden und ich freue mich, dass der Helferkreis von dieser M\u00f6glichkeit Gebrauch gemacht hat. Er wird die M\u00f6glichkeit haben, seine Anregungen und Forderungen im Februar 2020 im Innen- und Rechtsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags vorzutragen und mit den zust\u00e4ndigen Fachpolitikern zu diskutieren. Auch dieses Engagement w\u00fcrdigen wir heute mit dem Liberalen B\u00fcrgerpreis.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kr\u00f6ppelshagen (pm). Seit vielen Jahren verleiht der Kreisverband der FDP Herzogtum Lauenburg den Liberalen B\u00fcrgerpreis, um besonderes ehrenamtliches Engagement von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern im Kreis Herzogtum Lauenburg zu w\u00fcrdigen. In diesem Jahr haben sich der Kreisverband und die Kreistagsfraktion der FDP Herzogtum Lauenburg entschieden, das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Helferkreises Asyl im Dorf auszuzeichnen. 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