{"id":20258,"date":"2020-01-18T06:28:15","date_gmt":"2020-01-18T05:28:15","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=20258"},"modified":"2020-01-20T16:17:24","modified_gmt":"2020-01-20T15:17:24","slug":"kreissparkasse-richtet-sich-fuer-die-zukunft-neu-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/01\/18\/kreissparkasse-richtet-sich-fuer-die-zukunft-neu-aus\/","title":{"rendered":"Kreissparkasse richtet sich f\u00fcr die Zukunft neu aus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm\/aa).<\/strong> Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg hat vielen schwierigen Einfl\u00fcssen zum Trotz das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Besonderes herausragend war die Entwicklung im Kreditgesch\u00e4ft. Mittelst\u00e4ndische Wirtschaft und Privatkunden wurden mit 522 Millionen Euro f\u00fcr Investitionen versorgt (Vorjahr 338 Millionen Euro).<\/p>\n<p>\u201eDas vergangene Jahr war erneut gepr\u00e4gt von unterschiedlichen Herausforderungen, die sich grunds\u00e4tzlich negativ auf das Gesch\u00e4ft aller Banken und Sparkassen auswirken. Zum einen hat die EZB mit dem Aufkauf von Anleihen und der Zinspolitik massiv auch auf das Gesch\u00e4ftsmodell der Banken Einfluss genommen. Zum anderen stehen wir weiterhin einem hohen Wettbewerbsdruck und hohen regulatorischen Anforderungen gegen\u00fcber\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Stefan Kram, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, zu den Rahmenbedingungen des Gesch\u00e4ftsjahres. Die Kreissparkasse hat aber mit solider Arbeit diesen Herausforderungen getrotzt. Die Bilanzsumme stieg um 7,9 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. &#8222;Wir haben 2019 ein exorbitant gutes Jahr hingelegt&#8220;, so Kram weiter.<\/p>\n<p><strong>Kredite f\u00fcr Investitionen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUnser extrem gutes Ergebnis im Kreditgesch\u00e4ft ist das Beste, was die Kreissparkasse je erreicht hat\u201c, unterstreicht Vertriebsvorstand Udo Schl\u00fcnsen. Das zeige deutlich, dass die Kreissparkasse nicht nur den Mittelstand bediene, bei dem die Kreditnachfrage mit einem Volumen von 286 Millionen Euro sp\u00fcrbar zugenommen habe. Auch die Finanzierung von Wohnimmobilien geh\u00f6rt zum Kerngesch\u00e4ftsfeld der Sparkasse: Ob f\u00fcr den Neubau, den Werterhalt der eigenen Immobilie oder als Kapitalanlage. Wohnungsbaukredite waren in 2019 stark nachgefragt. Insgesamt wurden 191 Millionen Euro Darlehen vergeben und konnten um 84 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr ausgebaut werden. Das Kreditgesch\u00e4ft ist damit eine tragende S\u00e4ule des Gesch\u00e4ftsmodells<\/p>\n<p><strong>Kunden haben Vertrauen<\/strong><\/p>\n<p>Das hohe Vertrauen in die Kreissparkasse spiegelt sich auch in den Einlagen wider. Trotz der niedrigen Zinsen stiegen die Kundeneinlagen im Jahr 2019 mit 167 Millionen Euro um 8,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. \u201eAllerdings liegt bei den klassischen Sparformen die Inflationsrate h\u00f6her als der Zins. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, mit der Anlage in Wertpapieren auch in Sachwerten zu investieren\u201c, erl\u00e4utert Udo Schl\u00fcnsen. In 2019 habe sich der Wertpapierumsatz bereits um zirka zehn Prozent auf 199 Millionen Euro erh\u00f6ht. Da das Zinsniveau weiterhin niedrig bleiben werde, gewinne das Wertpapiergesch\u00e4ft zunehmend an Bedeutung. Hier solle man mit Blick auf Fonds mittelfristig planen und breit streuen, um so Risiken zu reduzieren. Schl\u00fcnsen: &#8222;Auch beim aktuellen Null-Zins sollte man sich mit der Anlage seines Verm\u00f6gens besch\u00e4ftigen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Private Banking<\/strong><\/p>\n<p>Im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr hat die Kreissparkasse einen zus\u00e4tzlichen neuen Weg eingeschlagen. Seit dem 1. Juli gibt es einen eigenen Gesch\u00e4ftsbereich \u201ePrivate Banking\u201c. \u201eMit diesem Service stellen wir ein Angebot zur Verf\u00fcgung, was es fr\u00fcher nur bei Privat- oder Gesch\u00e4ftsbanken gab. Hierbei geht es aber nicht allein um die reine Verm\u00f6gensverwaltung, sondern deutlich dar\u00fcber hinaus\u201c, so Udo Schl\u00fcnsen. Schon jetzt k\u00f6nne man von einem sehr erfolgreichen Start sprechen. Alle Berater sind extrem gut qualifiziert und k\u00f6nnen zudem auf das Know-how der Fachleute aus dem Firmenkundenbereich zur\u00fcckgreifen. Mit der Stiftergemeinschaft bietet die Kreissparkasse den Kunden neuerdings eine M\u00f6glichkeit, ihr Guthaben \u00fcber den Tod hinaus einem bestimmten Zweck zukommen zu lassen, der ihnen besonders am Herzen liegt. Speziell geschulte Berater der Abteilung zeigen Interessierten die konkreten Wege.<\/p>\n<p><strong>Wohnraum stark nachgefragt<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt entwickelt sich die Wirtschaft im Kreis gut und profitiert von der Lage im Hamburger Speckg\u00fcrtel. Das wirkt auch auf die Situation am Immobilienmarkt. Da \u00fcberall die Preise f\u00fcr Wohneigentum aufgrund der gestiegenen Nachfrage in die H\u00f6he schnellen, weichen die Menschen auf die Gebiete im Umkreis der Metropolen aus. Damit sind Baugebiete und Wohneigentum im Herzogtum Lauenburg sehr stark nachgefragt. Die Makler der Kreissparkasse haben 197 Objekte mit einem Kaufpreisvolumen von 52,7 Millionen Euro vermittelt. Damit bleibt das Immobiliengesch\u00e4ft auf dem hohen Vorjahresniveau.<\/p>\n<p><strong>LSI unter neuer Leitung<\/strong><\/p>\n<p>Damit die Kreissparkasse dieser Nachfrage gerecht werden kann, gibt es die Tochtergesellschaft Lauenburgische Sparkassen Immobilien GmbH (LSI). Mit Wirkung zum 1. April 2020 l\u00f6st Johan Kruskopf den langj\u00e4hrigen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Wilfried Pieplow in der F\u00fchrung ab und bringt neue Impulse f\u00fcr die Erschlie\u00dfungsgesellschaft mit. Er wird die konstruktive, enge Zusammenarbeit mit St\u00e4dten und Gemeinden fortf\u00fchren und weiterhin mit der LSI der gr\u00f6\u00dfte Erschlie\u00dfer von Grundst\u00fccken im Kreis bleiben. Die LSI ist eine optimale Erg\u00e4nzung zu den Vertriebseinheiten der Kreissparkasse. So kann diese vom Grundst\u00fcck \u00fcber die Finanzierung und den Bau bis hin zur Versicherung des Eigentums alles aus einer Hand anbieten.<\/p>\n<p><strong>Mediale Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Auch beim Thema Digitalisierung bleibt die Kreissparkasse am Ball. &#8222;Die Digitalisierung greift weiter in unsere Lebens- und Arbeitswelt ein&#8220;, sagt Udo Schl\u00fcnsen. Ziel sei es, in den n\u00e4chsten Jahren alle KSK-Services und Angebote auf allen Kan\u00e4len anzubieten \u2013 also station\u00e4r, per Telefon oder online. Die Kunden nutzen zunehmend die medialen Wege f\u00fcr ihre Bankgesch\u00e4fte. Mit der Verm\u00f6gensverwaltung \u201eBevestor\u201c, dem S-Privatkredit und Angeboten aus der S-App wie \u201eKwitt\u201c, um nur einige zu nennen, ist das Angebot der Online-Leistungen im letzten Jahr deutlich erweitert worden. Seit heute werden Kreditvertr\u00e4ge und Girokontoer\u00f6ffnungen per \u201ee-Sign\u201c komplett online erledigt. Die elektronische Signatur ersetzt damit die haptische Unterschrift auf Dokumenten. Deutlich ist, dass manche Services mit Spannung erwartet werden. Beispielsweise wurde das MobilePayment f\u00fcr Apple-Endger\u00e4te im Dezember 2019 eingef\u00fchrt. &#8222;Ziel ist es, die Bank komplett auf das Smartphone zu bekommen&#8220;, gibt Stefan Kram bekannt.<\/p>\n<p><strong>Mitarbeiter wichtige S\u00e4ule<\/strong><\/p>\n<p>Eine sehr wichtige S\u00e4ule der Kreissparkasse sind ihre gut qualifizierten Mitarbeiter. &#8222;Wir haben ein gutes Team zusammen&#8220;, meint Kram. In 2019 hat die KSK 50 Mitarbeiter neu eingestellt. F\u00fcr alle genannten Angebote und Leistungen brauche es auch gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter. Um k\u00fcnftigen Anforderungen gerecht zu werden, investiere die Kreissparkasse in die Entwicklung ihrer Mitarbeiter und sorge so f\u00fcr die entsprechende hohe Kompetenz in allen Bereichen. Die Kreissparkasse ist mit 596 Mitarbeitern (2018\/ 606 Mitarbeiter) einer der gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber und Ausbilder im Kreis. \u201eWir suchen allerdings auch immer Mitarbeiter mit ausgezeichneter Expertise zur Verst\u00e4rkung unseres Teams und freuen uns \u00fcber gute Bewerber\u201c, so Dr. Kram. Denn auch bei der Kreissparkasse mache sich der Fachkr\u00e4ftemangel besonders in den Filialen bemerkbar. Aktuell z\u00e4hlt die KSK 39 Auszubildende. Dazu Kram: &#8222;Wir h\u00e4tten gerne noch ein paar mehr Auszubildende eingestellt.&#8220; Aber es scheiterte an der Qualit\u00e4t einiger Bewerben.<\/p>\n<p><strong>Gesellschaftliches Engagement<\/strong><\/p>\n<p>Im Gesellschaftlichen Engagement sieht sich die Kreissparkasse gemeinsam mit ihrer Stiftung auch weiterhin der Region stark verpflichtet. Im Jahr 2019 wurden \u00fcber Spenden und Sponsoring wieder insgesamt knapp 600.000 Euro f\u00fcr 222 Projekte an Vereine, Verb\u00e4nde und Institutionen im Kreis vergeben. \u201eWir unterst\u00fctzen damit ma\u00dfgeblich die ehrenamtlich Aktiven bei der Umsetzung zahlreicher Projekte, die vielen Menschen zugutekommen. Das wollen wir auch in Zukunft gern fortf\u00fchren\u201c, unterstreicht Dr. Stefan Kram das Engagement der Kreissparkasse. Mit der ersten E-soccer-Kreismeisterschaft wurde auch hier im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Kreissportverband und der M\u00f6llner Sportvereinigung ein neuer Weg beschritten, bei dem medienaffine Personen ihr K\u00f6nnen unter Beweis stellen konnten.<\/p>\n<p><strong>Neue strategische Ausrichtung<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUm aber f\u00fcr die Zukunft entsprechend ger\u00fcstet zu sein, m\u00fcssen wir uns neu aufstellen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Kram. Mit Beginn des Jahres 2019 wurde mit der Erarbeitung eines neuen Zukunftsbildes begonnen. Die neue Ausrichtung der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg gibt Antworten auf die deutlich versch\u00e4rften Umfeldbedingungen, wie zum Beispiel den Niedrigzins.<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Aspekt der Neuausrichtung ist es, den Kunden verst\u00e4rkt in den Mittelpunkt zu stellen. Die Kreissparkasse wird sich k\u00fcnftig als Kundensparkasse definieren. \u201eWir glauben fest daran, unser Schl\u00fcssel f\u00fcr die Zukunft liegt darin, den Kunden bei all unserem Denken und Handeln h\u00f6chste Priorit\u00e4t zu geben und ihn zum zentralen Orientierungspunkt zu machen.\u201c, so Dr. Kram. Das fange schon bei den Prozessen an, die, um dem Kundenwunsch gerecht zu werden, einfach und schnell sein m\u00fcssten.<\/p>\n<p><strong>Best-in-class-Anspruch<\/strong><\/p>\n<p>Der sogenannte \u201eBest-in-class-Anspruch\u201c ist eine weitere Neuerung, von der die Kunden profitieren werden. Neben eigenen Produkte und denen der Sparkassenorganisation werden auch L\u00f6sungen anderer Anbieter eingesetzt, wenn diese dem Kunden einen h\u00f6heren Nutzen stiften. Denn auch hier gilt die Pr\u00e4misse: Der Kunde steht im Mittelpunkt und bekommt die beste L\u00f6sung zur Verf\u00fcgung gestellt. Kram: &#8222;Wir wollen den Kunden immer die beste L\u00f6sung auf dem Markt anbieten. Der Kunde soll mit dem Gef\u00fchl nach Hause gehen, die ideale L\u00f6sung bekommen zu haben.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Omnikanalbank<\/strong><\/p>\n<p>Die Kreissparkasse stellt sich auf das ver\u00e4nderte Kundenverhalten ein. Diese nutzen zunehmend die Vorteile der Digitalisierung und erledigen ihre Bankgesch\u00e4fte \u00fcber die medialen Wege. Die Kreissparkasse wird ihren Kunden diese M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen und geht dabei noch einen Schritt weiter: Der Kunde entscheidet, welchen Weg er in die Sparkasse nehmen m\u00f6chte: \u00dcber den Besuch in den station\u00e4ren Filialen, die Nutzung unserer TelefonFiliale, das Angebot unserer InternetFiliale beziehungsweise der S-App oder einer reinen Onlinebank. Die Sparkasse wird sich zu einer Omnikanalbank weiterentwickeln, so dass alle Bankgesch\u00e4fte \u00fcber alle Wege m\u00f6glich sind. \u201eUnsere gro\u00dfe St\u00e4rke liegt auch weiterhin in der Pr\u00e4senz vor Ort. Die medialen Vertriebswege werden in den kommenden ein bis zwei Jahren ausgebaut\u201c, so Dr. Kram.<\/p>\n<p><strong>Ausblick 2020<\/strong><\/p>\n<p>Gleichzeitig soll bei jedem Kontakt mit der Sparkasse die Kundenzentrierung wahrgenommen werden. Hierzu wurde eine Markenstrategie entwickelt, die Antworten darauf gibt, wie sich die Kreissparkasse von ihren Mitbewerbern k\u00fcnftig im t\u00e4glichen Gesch\u00e4ft abheben wird. Diese Aufgabe wird mit intensiver Mitarbeiterbeteiligung im ersten Halbjahr 2020 anstehen. \u00dcberhaupt wird die Kreissparkasse im Jahr 2020 eine Reihe von Projekten zur Umsetzung der neuen Ausrichtung starten. Ein wichtiger Meilenstein dabei ist das Privatkundengesch\u00e4ft. F\u00fcr die strategische Ausrichtung konnte als Verst\u00e4rkung bereits Riccardo Pa\u00dfon als stellvertretender Vertriebsdirektor gewonnen werden.<\/p>\n<p><strong>Neue Wege bringen Ver\u00e4nderung<\/strong><\/p>\n<p>Neue Wege bedeuten Ver\u00e4nderung. In heutiger Zeit darf man sich der stetigen Ver\u00e4nderung nicht verschlie\u00dfen. Mit der Neuaufstellung ist der Anfang getan, um auch den Kunden neue Wege zu erm\u00f6glichen. F\u00fcr die Kreissparkasse wird voraussichtlich ab 2021 ein neuer Weg eingeschlagen, wenn die Hauptstelle in das erweiterte Geb\u00e4ude in M\u00f6lln umziehen wird. Die Bauarbeiten daf\u00fcr schreiten planm\u00e4\u00dfig voran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm\/aa). Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg hat vielen schwierigen Einfl\u00fcssen zum Trotz das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Besonderes herausragend war die Entwicklung im Kreditgesch\u00e4ft. 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