{"id":20015,"date":"2020-01-07T11:03:39","date_gmt":"2020-01-07T10:03:39","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=20015"},"modified":"2020-01-07T11:04:21","modified_gmt":"2020-01-07T10:04:21","slug":"20015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/01\/07\/20015\/","title":{"rendered":"&#8218;Patengemeinschaft f\u00fcr hungernde Kinder&#8216; &#8211; Besuch in Indien"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schmilau (pm).<\/strong> Die Patengemeinschaft f\u00fcr hungrige Kinder e. V. Sitz Sahms betreut in den beiden s\u00fcdlichsten Bundesstaaten Kerala und Tamil Nadu seit nunmehr \u00fcber 50 Jahren Kinder aus armen Familien, unterst\u00fctzt Familien, wenn die Kinder zu Hause leben k\u00f6nnen und unterst\u00fctzt Jugendliche nach ihrem erfolgreichen Schulabschluss w\u00e4hrend der Ausbildung. Nach der gro\u00dfen Inspektionsreise im Februar 2019 durch die Vorsitzende Ulrike Lorenzen ist k\u00fcrzlich das langj\u00e4hrige Vorstandsmitglied Werner B\u00fcttner aus Schmilau wieder \u2013 wie immer auf eigene Kosten \u2013 nach S\u00fcdindien gereist, um notwendige Kontrollen durch zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Auf dieser Reise besuchte und \u00fcberpr\u00fcfte er neun Kinderheime, sieben Familien und die Elternh\u00e4user von acht gef\u00f6rderten Jugendlichen. Alles immer im Hinblick darauf, ob die Hilfen weiterhin gew\u00e4hrt werden m\u00fcssen. Diese Zahlen h\u00f6ren sich auf den ersten Blick nicht sehr hoch an. Wenn man allerdings bedenkt, dass rund 1.600 Kilometer in zwei Wochen auf indischen Stra\u00dfen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von zirka 25\/30 km\/Std zur\u00fcckgelegt wurden, wird es verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Im Ergebnis konnte Werner B\u00fcttner berichten, dass der Zustand der Kinderheime und die Betreuung durch das Heimpersonal sehr gut war und die Kinder sich nach eigenen Angaben in den Kinderheimen sehr wohl f\u00fchlen. Das erkl\u00e4rt sich besonders dann, wenn man die Not in ihren Elternh\u00e4usern\/-h\u00fctten gesehen hat. In den H\u00e4usern und H\u00fctten fehlt es nach unseren Ma\u00dfst\u00e4ben an allem: es gibt nicht \u00fcberall frisches Wasser in den H\u00e4usern, die hygienischen Bedingungen sind dadurch sehr eingeschr\u00e4nkt und weil die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist, fehlt sehr oft auch das Geld f\u00fcr eine ausreichende Ern\u00e4hrung. Ganz zu schweigen von \u00e4rztlicher Versorgung und es gibt keinerlei staatliche Unterst\u00fctzung bei Tod, Krankheit oder Verlust von Arbeit.<\/p>\n<p>In den meisten der besuchten Familien war der Vater schwer erkrankt, bei einem Arbeits- oder Verkehrsunfall get\u00f6tet oder schwer verletzt worden. In diesen F\u00e4llen ist die Not von einem auf den anderen Tag besonders gro\u00df und kann nur durch die Unterst\u00fctzung durch die Patengemeinschaft gelindert werden. B\u00fcttner sah Familienv\u00e4ter, die seit Jahren gel\u00e4hmt im Bett lagen, von einem Krebsleiden aufgezehrt wurden oder auch einen Jungen im Alter von 10 Jahren, der dringend auf eine Spenderniere wartet, weil er sonst sterben muss. Aber das Geld hierf\u00fcr ist nicht vorhanden. Und er sah Frauen und M\u00fctter, die bis an den Rand ihrer Kr\u00e4fte die Kranken pflegten. Sein Fazit: Es muss weiterhin die Hilfe von au\u00dfen geben, weil der indische Staat sich nicht in der Lage sieht, die Familien zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Weil die Situation so ist, wie sie ist, m\u00fcssen Kinder im Alter f\u00fcr ihre Eltern sorgen und deshalb ist eine durch die Paten unterst\u00fctze Ausbildung so lebenswichtig. Auf dieser Reise war die \u00dcbergabe von zwei von den Soroptimisten Club Ratzeburg gespendeten Ziegen mit Nachwuchs an arme Familien eine sehr erfreuliche Sache. Und ebenso die \u00dcbergabe einer Kuh mit Kalb an eine arme Familie. Diese Hilfen sind Hilfe zur Selbsthilfe an die im Nilgiris Gebirge lebenden Adivasi, die besonders arm sind.<\/p>\n<p>Auch die \u00dcbergabe von T-Shirts mit dem Kiwanis-log an die Jungen im Kiwanis Boys Home war ein sch\u00f6nes Erlebnis. Dieses Heim wurde auf Initiative des Kiwanis Club Ratzeburg im Jahr 2005 mit Unterst\u00fctzung vieler Clubs aus der Kiwanis Division 2 gebaut. Erfreulich war, dass in einigen D\u00f6rfern und St\u00e4dten erfolgreich das M\u00fcllproblem angegangen wird und es eine Sammlung, Sortierung und Verwertung von M\u00fcll gibt und deshalb beginnend an diesem Problem erfolgreich gearbeitet wird.<\/p>\n<p>An der S\u00fcdspitze des indischen Kontinents unterh\u00e4lt die Patengemeinschaft drei Kinderheime und eine orthop\u00e4dische Klinik. Mit den Kindern und \u00fcber 100 Erwachsenen wurde eine Demonstration f\u00fcr M\u00fcllvermeidung mit einem Marsch durch die Stadt Mylaudy gemacht, um f\u00fcr das M\u00fcllproblem zu sensibilisieren. Auch war es auffallend, dass alle Inder, besonders die Frauen und M\u00e4dchen in ihren bunten Saris und Kleidern, einen sehr gepflegten Eindruck machten.<\/p>\n<p>Das Ergebnis der Reise f\u00fcr B\u00fcttner ist: die Probleme der Armen in Indien sind nach wie vor nicht gel\u00f6st und sehr gro\u00df und deshalb ist unsere Hilfe weiterhin sehr erforderlich. Die in Deutschland gespendeten Summen kommen direkt ohne Abzug bei den Bed\u00fcrftigen an. Daf\u00fcr wird allj\u00e4hrlich das DZI Spendensiegel zuerkannt. Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.patengemeinschaft.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.patengemeinschaft.de<\/a> oder Werner B\u00fcttner 04541-82515<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schmilau (pm). Die Patengemeinschaft f\u00fcr hungrige Kinder e. V. Sitz Sahms betreut in den beiden s\u00fcdlichsten Bundesstaaten Kerala und Tamil Nadu seit nunmehr \u00fcber 50 Jahren Kinder aus armen Familien, unterst\u00fctzt Familien, wenn die Kinder zu Hause leben k\u00f6nnen und unterst\u00fctzt Jugendliche nach ihrem erfolgreichen Schulabschluss w\u00e4hrend der Ausbildung. 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