{"id":19938,"date":"2020-01-02T10:59:27","date_gmt":"2020-01-02T09:59:27","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=19938"},"modified":"2020-01-02T10:59:27","modified_gmt":"2020-01-02T09:59:27","slug":"digitalisierte-stromzaehler-startschuss-fuer-den-einbau-von-intelligenten-messsystemen-in-schleswig-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/01\/02\/digitalisierte-stromzaehler-startschuss-fuer-den-einbau-von-intelligenten-messsystemen-in-schleswig-holstein\/","title":{"rendered":"Digitalisierte Stromz\u00e4hler: Startschuss f\u00fcr den Einbau von intelligenten Messsystemen in Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Die Energiewende kommt zu den Stromkunden nach Hause: Denn in ganz Schleswig-Holstein beginnt im Januar 2020 der Einbau intelligenter Messsysteme. Diese sogenannten Smart Meter wird die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) sukzessive bei ihren Kunden installieren. Die Weichen in Richtung Digitalisierung der Energiewirtschaft sind am 9. Dezember 2019 gestellt worden, weil das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie einen dritten Hersteller f\u00fcr ein Smart Meter Gateway (SMGW) zertifiziert hat. Nach dem Messstellenbetriebsgesetz kann somit der verpflichtende Rollout der Ger\u00e4te beginnen, wenn nun drei voneinander unabh\u00e4ngige Unternehmen intelligente Messsysteme am Markt anbieten. Sobald im Januar die Markterkl\u00e4rung des Bundeswirtschaftsministeriums erfolgt ist, gilt dieser Startschuss f\u00fcr den Einbau intelligenter Messsysteme in Deutschland f\u00fcr alle schleswig-holsteinischen Stromnetzbetreiber, sofern sie sich f\u00fcr den Rollout der Z\u00e4hler als grundzust\u00e4ndige Messstellenbetreiber bereit erkl\u00e4rt haben.<\/p>\n<p>&#8222;Dieser Auftakt f\u00fcr die digitale dezentrale Energieversorgung bedeutet zugleich einen l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Abschied vom analogen fossilen Energieverbrauch. Intelligente Messsysteme sind ein wichtiger Baustein f\u00fcr die Digitalisierung der Energiewende&#8220;, sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht. &#8222;Nur mithilfe digitalisierter Daten und automatisierter Prozesse k\u00f6nnen die Stromnetze die Vielzahl dezentraler Anlagen zur Stromerzeugung mit der wachsenden Zahl und der steigenden Leistung der Stromverbraucher so flexibel integrieren, dass wir mit dem heimischen Strom aus Wind und Sonne unseren Energiebedarf decken k\u00f6nnen. Weil elektrische Energie im Moment der Erzeugung unmittelbar verbraucht werden muss, ist ein stabiles und sicheres Kommunikationsnetz erforderlich, mit dem jederzeit die notwendigen Energiedaten f\u00fcr die Systemverantwortlichen verf\u00fcgbar sind und die erforderlichen Steuerungsprozesse \u00fcbertragen werden.&#8220;<\/p>\n<p>Intelligente Messsysteme (iMSys) bestehen aus einem neuen digitalen Stromz\u00e4hler und einem Kommunikationsmodul, dem Smart-Meter-Gateway. Sie erfassen viertelst\u00fcndlich den Energieverbrauch der Kunden und \u00fcbermitteln diesen sicher und verschl\u00fcsselt an den Netzbetreiber. Dadurch k\u00f6nnen Einsparpotenziale erkannt werden. Der Vorteil f\u00fcr Kunden: Ab sofort entf\u00e4llt f\u00fcr sie die Meldung ihres Z\u00e4hlerstands.<\/p>\n<p>Bis 2032 wird SH Netz landesweit in ihrem Netzgebiet sukzessive bei rund 145.000 Kunden ein intelligentes Messsystem einbauen. Dazu z\u00e4hlen diejenigen Kunden, die einen Jahresverbrauch h\u00f6her als 6.000 Kilowattstunden oder eine Einspeiseanlage mit mehr als sieben Kilowatt Leistung haben, sowie Kunden mit einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung nach Paragraf 14a EnWG. Darunter fallen beispielsweise W\u00e4rmepumpen oder Speicherheizungen.<\/p>\n<p>Das intelligente Messsystem erf\u00fcllt die strengen Datenschutz- und Sicherheitskriterien des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) sowie die Anforderungen des Bundesamts f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).<\/p>\n<p>&#8222;Zum Schutz vor Hacker-Angriffen k\u00f6nnen Verbindungen zwischen Empf\u00e4nger und Kommunikationsmodul beispielsweise nur von innen nach au\u00dfen und nicht umgekehrt aufgebaut werden. Au\u00dferdem verf\u00fcgen die intelligenten Messsysteme \u00fcber integrierte Firewalls. Das Sicherheitsniveau ist h\u00f6her als bei EC-Geldautomaten&#8220;, erkl\u00e4rt Stefan Strobl, Vorstand f\u00fcr Netzwirtschaft bei SH Netz.<\/p>\n<p>In Pilotprojekten hat SH Netz bereits den Einsatz intelligenter Messsysteme getestet: Gemeinsam mit der GMSH, der Beh\u00f6rde f\u00fcr das Geb\u00e4udemanagement des Landes, wurden schon vierzehn intelligente Messsysteme in Betrieb genommen und getestet. Bei privaten Haushalten hat SH Netz auf der Insel Fehmarn sowie in Hohenlockstedt ebenfalls den Einsatz intelligenter Messsysteme erfolgreich erprobt, um auf die Markteinf\u00fchrung vorbereitet zu sein.<\/p>\n<p>SH Netz k\u00fcndigt den Z\u00e4hlerwechsel bei den Kunden gem\u00e4\u00df der gesetzlichen Frist von drei Monaten schriftlich vorab an. Etwa zwei Wochen vor dem eigentlichen Wechsel werden die Kunden kontaktiert und ein individueller Termin f\u00fcr den Z\u00e4hlertausch vereinbart. Die von SH Netz beauftragten Z\u00e4hlermonteure k\u00f6nnen sich nat\u00fcrlich bei Bedarf ausweisen.<\/p>\n<p>Das gesetzlich geregelte Entgelt f\u00fcr den Z\u00e4hler und den Messstellenbetrieb werden in der Regel \u00fcber den Stromanbieter verrechnet. Sollte ein Stromanbieter dies jedoch nicht vorsehen, erhalten die Kunden von SH Netz eine separate Rechnung. Den Z\u00e4hlerwechsel f\u00fchrt SH Netz kostenfrei f\u00fcr die Kunden durch.<\/p>\n<p><strong>Zum Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Die Energiewende kommt in Form eines neuen Stromz\u00e4hlers zu allen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern Schleswig-Holsteins direkt nach Hause. Dabei wird zwischen der gesetzlichen Einbauverpflichtung eines intelligenten Messsystems mit einer Anbindung an ein digitales Kommunikationsnetz \u00fcber ein Gate-Way und einer modernen Messeinrichtung ohne Gate-Way und damit ohne Datenkommunikation unterschieden. Eine moderne Messeinrichtung ist nur ein elektronischer Stromz\u00e4hler mit einer digitalen Anzeige. \u00dcber dieses Messger\u00e4t wird der aktuelle Z\u00e4hlerstand und nach Eingabe einer PIN die aktuelle Leistung aller eingeschalteten Elektroger\u00e4te angezeigt. Au\u00dferdem k\u00f6nnen detaillierte Verbrauchswerte der letzten zwei Jahre angezeigt werden.<\/p>\n<p>Neben den rund 145.000 Kunden, die von SH Netz bis 2032 ein intelligentes Messsystem erhalten werden, wird SH Netz ebenfalls bis 2032 bei rund 665.000 Kunden landesweit in ihrem Netzgebiet sukzessive eine moderne Messeinrichtung einbauen. Darunter fallen alle Kunden, die einen Jahresverbrauch von bis zu 6.000 Kilowattstunden oder eine Erzeugungsleistung von bis zu sieben Kilowatt haben. SH Netz ist gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2020 zehn Prozent dieser 665.000 Z\u00e4hler auszutauschen. Dieses Ziel hat SH Netz bereits im November 2019 als einer der ersten Netzbetreiber in Deutschland erreicht. Das Unternehmen blickt dem Rollout entsprechend positiv entgegen.<\/p>\n<p>Die Schleswig-Holstein Netz AG ist als Betreiber von Strom- und Gasleitungen in rund 1.000 Kommunen in Schleswig-Holstein und Nordniedersachsen f\u00fcr den sicheren und zuverl\u00e4ssigen Betrieb der Energienetze verantwortlich. Als Partner der Energiewende hat das Unternehmen in den letzten Jahren zehntausende Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien an seine Netze angeschlossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Die Energiewende kommt zu den Stromkunden nach Hause: Denn in ganz Schleswig-Holstein beginnt im Januar 2020 der Einbau intelligenter Messsysteme. Diese sogenannten Smart Meter wird die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) sukzessive bei ihren Kunden installieren. Die Weichen in Richtung Digitalisierung der Energiewirtschaft sind am 9. Dezember 2019 gestellt worden, weil das Bundesministerium [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1186,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jnews-multi-image_gallery":[],"jnews_single_post":[],"jnews_primary_category":[],"jnews_social_meta":[],"jnews_override_counter":[],"jnews_post_split":[],"footnotes":""},"categories":[96,72],"tags":[1851],"class_list":["post-19938","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-immobilien","category-wirtschaft","tag-stromzaehler"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19938"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19938\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19939,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19938\/revisions\/19939"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}