{"id":19886,"date":"2019-12-28T10:46:53","date_gmt":"2019-12-28T09:46:53","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=19886"},"modified":"2019-12-28T10:47:03","modified_gmt":"2019-12-28T09:47:03","slug":"nicht-glaenzend-aber-erfolgreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/12\/28\/nicht-glaenzend-aber-erfolgreich\/","title":{"rendered":"Nicht gl\u00e4nzend, aber erfolgreich"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ratzeburg (pm).<\/strong> Im 30. Jahr ihres Bestehens blickt die FRW auf ein erfolgreiches Jahr zur\u00fcck. \u201eEs waren nicht die glanzvoll historischen Entscheidungen, die dieses Jahr pr\u00e4gten, aber um Politik f\u00fcr die B\u00fcrger zu machen, darf man sich auch f\u00fcr das politische Kleinklein nicht zu schade sein\u201c, fasst der Fraktionsvorsitzende J\u00fcrgen Hentschel die Arbeit zusammen. Besonders die Diskussion um die Sanierung der Domstra\u00dfe sieht die FRW in diesem Zusammenhang als Musterbeispiel.<\/p>\n<p>Nach anf\u00e4nglichen \u00dcberlegungen \u00fcber den Ausbau der Domstra\u00dfe zu einer \u201eFlaniermeile\u201c sind die Abgeordneten der Freien W\u00e4hlergemeinschaft in vielen Informationsveranstaltungen und -gespr\u00e4chen zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass ein Aufbau mit geteerter Fahrbahn und gepflasterten Parkstreifen analog zu den Stra\u00dfen der n\u00e4heren Umgebung, die stimmigste Variante sei. So brachte die FRW diesen Antrag im Sinne der B\u00fcrger ein und bekam auch die Mehrheit daf\u00fcr. Kosteng\u00fcnstig, solide und praktisch seien die schlagenden Argumente gewesen. \u201eDie denkmalgerechte K\u00fcr k\u00f6nnen wir bei der anstehenden Sanierung des Domhofs vollf\u00fchren\u201c, verweist Hentschel auf das \u00fcberf\u00e4llige Gro\u00dfprojekt rund um den historischen Inselkern.<\/p>\n<p>Ganz pragmatisch reagierte man bei der FRW auch auf die Erkenntnisse aus dem neu konzipierten B\u00fcrgerfest. \u201eEine tolle F\u00fcgung, dass sich die Sch\u00fctzengilde des Festes angenommen hat. Das stand auf Messers Schneide und wir sind dankbar f\u00fcr die Initiative der Sch\u00fctzen\u201c, zeigt sich Andreas von Gropper erfreut \u00fcber das neue Konzept der Traditionsveranstaltung. Lediglich der augenscheinlich gro\u00dfe Verbrauch an Plastikgeschirr erschien nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Der entsprechende FRW-Antrag f\u00fcr ein Verbot von Plastik bei \u00f6ffentlichen Veranstaltungen wurde noch in der letzten Stadtvertretersitzung des Jahres einstimmig angenommen. \u201eWenn die Sch\u00fctzengilde 2020 jetzt noch den Versuch wagt, statt des traditionellen Feuerwerks eine spektakul\u00e4re Laser- und Lichtshow auszuprobieren, werden wir uns wie im letzten Jahr auch gerne wieder f\u00fcr einen st\u00e4dtischen Zuschuss einsetzen\u201c ermuntert von Gropper die Organisatoren, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen.<\/p>\n<p>Viele weitere Antr\u00e4ge, die aus Sicht der FRW jeden Tag eine sp\u00fcrbare Verbesserung f\u00fcr B\u00fcrger darstellen, gehen auf die freien W\u00e4hler zur\u00fcck. So wurde auf ihre Initiative zum Beispiel die Stra\u00dfenbeleuchtung von der Henri-Dunant-Stra\u00dfe bis zum SWR ausgedehnt, der Radweg vom Ortsausgang Ratzeburgs bis nach Fredeburg saniert oder f\u00fcr den Bauhof ein Kleinm\u00fcllsauger zur Bek\u00e4mpfung der Verschmutzung von Stra\u00dfen zum Beispiel mit Zigarettenkippen angeschafft. \u201eErfolgreiche Politik muss im Alltag sp\u00fcrbar sein, leider gefallen sich Politiker in zunehmendem Ma\u00dfe in Symbolpolitik\u201c, ist Heinz Suhr weiterhin von der Arbeit der FRW \u00fcberzeugt, die er vor drei\u00dfig Jahren mit aus der Taufe hob. Und FRW-Finanzfachmann Otto Rothe flankiert: \u201eDie Ratzeburgerinnen und Ratzeburger k\u00f6nnen stolz darauf sein, eine lokale politische Alternative zu haben.\u201c<\/p>\n<p>Attraktiv scheint das Angebot der Freien W\u00e4hler jedenfalls zu sein, ist der Mitgliederbestand im abgelaufenen Jahr gegen den allgemeinen Trend doch um rund f\u00fcnfzehn Prozent gewachsen, wie Armin Bruhn der frisch gew\u00e4hlte Vorsitzende der FRW zu berichten wei\u00df. Ihm zur Seite sitzen seit der Wahl im Oktober auch Esther Morawe und Andreas von Gropper als Kassenwartin beziehungsweise Schriftf\u00fchrer.<\/p>\n<p>Zu den wenigen Gro\u00dfprojekten, die in diesem Jahr zur Entscheidung anstanden geh\u00f6rt zweifelsfrei der Einstieg in die Umsetzung der Projekte im Rahmen des Sanierungsgebiets \u201eS\u00fcdlicher Inselrand\u201c. Auch hier haben die Freien W\u00e4hler in Person des Vorsitzenden des Bauausschusses, Werner R\u00fctz, F\u00fchrungsarbeit geleistet und stundenlange Beratungen und Sondersitzungen moderiert, um Einigkeit bei den Wettbewerbskriterien zum <a href=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/11\/07\/reges-buergerinteresse-an-den-planungen-zum-neubau-des-aqua-siwa\/\">Neubau der Schwimmhalle<\/a> zu erzielen. \u201eDie Einstimmigkeit ist speziell bei solchen Gro\u00dfprojekten enorm wichtig f\u00fcr die sp\u00e4tere Akzeptanz\u201c, wei\u00df der erfahrene Verwaltungsfachmann R\u00fctz zu berichten.<\/p>\n<p>Zufrieden \u00fcber einen Einstieg, aber mit der Hoffnung auf noch mehr Flexibilit\u00e4t in der Zukunft freut man sich in der FRW, dass in der letzten Stadtvertretung noch ein Antrag auf ein <a href=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/12\/18\/stadt-ratzeburg-fuehrt-monatsparkticket-fuer-unternehmen-ein\/\">verg\u00fcnstigtes Monats-Parkticket f\u00fcr Angestellte und Bedienstete auf der Insel<\/a> angenommen wurde. \u201eWir wollten den vielen Berufsparkern, die sich derzeit dazu gezwungen sehen, verbotener Weise die Parkscheibe weiterzudrehen oder Parkplatz-Hopping zu betreiben eine legale, bezahlbare und pragmatische L\u00f6sung f\u00fcr ihr Parkproblem bieten\u201c, erl\u00e4utert J\u00fcrgen Hentschel die Intention des Antrags. \u201eWir h\u00e4tten uns einen etwas city-n\u00e4heren Parkplatz daf\u00fcr gew\u00fcnscht, aber nur die Schlosswiese fand als Kompromiss eine Mehrheit. Immerhin ein Einstieg.\u201c<\/p>\n<p>Zu guter Letzt gehe auch die buchst\u00e4blich letzte Entscheidung der Stadtvertreter auf einen Vorschlag der FRW zur\u00fcck: \u201eAuch wenn Art und Zeitpunkt der Anfrage ungl\u00fccklich erschienen, w\u00e4re es schade gewesen, dass Projekt fallenzulassen\u201c, erkl\u00e4rt Hagen Winkler seinen Vorschlag das Kulturprojekt \u201eBarlach 2020\u201c st\u00e4dtischerseits mit 5.000 Euro zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das kommende Jahr freut sich die FRW auf eine konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit zwischen den Politikern als gew\u00e4hlten Vertretern der B\u00fcrger Ratzeburgs und der Verwaltung mit dem gew\u00e4hlten B\u00fcrgermeister an der Spitze und w\u00fcnscht allen Ratzeburgern einen guten und gesunden Start in das neue Jahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). Im 30. 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