{"id":19711,"date":"2019-12-16T10:50:40","date_gmt":"2019-12-16T09:50:40","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=19711"},"modified":"2019-12-16T10:50:40","modified_gmt":"2019-12-16T09:50:40","slug":"moelln-gruene-stellen-den-klimaschutz-in-den-vordergrund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/12\/16\/moelln-gruene-stellen-den-klimaschutz-in-den-vordergrund\/","title":{"rendered":"M\u00f6lln: Gr\u00fcne stellen den Klimaschutz in den Vordergrund"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> Alle Fraktionen der M\u00f6llner Stadtvertretung hatten einstimmig den <a href=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/06\/12\/moelln-ruft-den-klimanotstand-aus\/\">&#8222;Klimanotstand&#8220;<\/a> ausgerufen. Bis auf die Einsetzung des Klimamenagement finde sich nur wenig im Haushaltsentwurf 2020, was dem Rechnung tr\u00e4gt. Das melden die Gr\u00fcnen am 16. Dezember. &#8222;Wir k\u00f6nnen nicht warten, bis die Groko beim Klimaschutz in die Puschen kommt. Deshalb m\u00fcssen wir jetzt anfangen, und zwar da, wo wir es k\u00f6nnen&#8220;, so Regina H\u00e4lsig der Gr\u00fcnen Fraktion. Deshalb h\u00e4tten die Gr\u00fcnen den Haushaltsentwurf der Stadt M\u00f6lln f\u00fcr 2020 unter klimapolitischen Gesichtspunkten gepr\u00fcft und klimafreundliche \u00c4nderungsantr\u00e4ge gestellt.<\/p>\n<p>Bei einigen Antr\u00e4gen seien die Gr\u00fcnen von der SPD und den Linken unterst\u00fctzt und nennen folgende Beispiele:<\/p>\n<p>&#8222;1. Carsharing in M\u00f6lln. Dabei soll die Stadtverwaltung der Ankernutzer sein, denn nur so lohnt sich der Einstieg eines Anbieters in M\u00f6lln,<br \/>\n2. Eine Stelle zur Mobilit\u00e4tsplanung. Der Stadt fehlt schon seit Jahren jemand, der Verkehrsplanung macht! Die Mobilit\u00e4tsplanung soll angesichts der vielen Verkehrsprobleme in M\u00f6lln einen umweltgerechten Verkehr f\u00f6rdern.<br \/>\n3. Zwei sich selbsttragende Teilzeitstellen, um unter Anderem das Parken auf Gehwegen, Radwegen und Schutzstreifen zu \u00fcberwachen und Verschmutzungen ( Hundekot \/ Zigarettenkippen ) zu ahnden.<br \/>\n4. Die STADTRADEL APP &#8222;RadRadar &#8220; soll das ganze Jahr von B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen genutzt werden k\u00f6nnen, um auf st\u00f6rende und gef\u00e4hrdende Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.<br \/>\n5. Ein Fu\u00df- und Radwegekonzept unter den Pr\u00e4missen von m\u00f6glichst getrennten, komfortablen Wegen mit Netzcharakter f\u00fcr zu Fu\u00dfgehende, Radfahrende (und Autofahrende), mit Sicherheitszonen auch auf Kosten des ruhenden Verkehrs und gen\u00fcgend Querungsm\u00f6glichkeiten. Zur Verkehrssicherheit des Stra\u00dfen- und Fu\u00dfg\u00e4ngerverkehrs sollen die vorhandenen und zuk\u00fcnftigen Fahrradschutzstreifen deutlich an Gefahrenstellen gekennzeichnet, m\u00f6glichst mit der Farbe \u201eRot\u201c. Dort wo es m\u00f6glich ist, werden Fahrradstra\u00dfen eingerichtet, die vor allem auch der Schulwegsicherung dienen. \u201eWenn Wege f\u00fcr zu Fu\u00dfgehende und Radfahrende attraktiv sind, ziehen sie Menschen zu Fu\u00df und mit dem Rad f\u00f6rmlich an. Der Autoverkehr nimmt ab, weil die Menschen auf andere Verkehrsmittel umsteigen.\u201c so Regina H\u00e4lsig gr\u00fcne Fraktionssprecherin.<br \/>\n6.F\u00fcr die Veloroute werden jedes Jahr 200.000 Euro in den den Haushalt eingestellt, damit die Veloroute die Waldstadt und den Waldsportplatz mit einem schnellen, komfortablen und sicheren Radweg verbinden kann.<br \/>\n7.Wichtige Fu\u00df-und Radwege sollen zuk\u00fcnftig von Schnee und Eis ger\u00e4umt werden, damit sie auch im Winter sicher genutzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\n8. Eine kostenfreie Busnutzung f\u00fcr alle M\u00f6llner und M\u00f6llnerinnen. \u201eFinanzieren wollen wir dies durch eine Erh\u00f6hung der Parkgeb\u00fchren,\u201c so Thomas Metz gr\u00fcnes Mitglied im Hauptausschuss<br \/>\n9. Aus der Erh\u00f6hung der Parkgeb\u00fchren soll auch die Erweiterung der Fahrradabstellanlage am Bahnhof finanziert werden.<br \/>\n10. Die Erstellung eines Wohnnungsmarktkonzept soll zur\u00fcckgestellt werden bis ein nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept erstellt wurde.<br \/>\n11. Die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft IWO soll gest\u00e4rkt werden, \u201edamit diese preiswerten Wohnraum erhalten und schaffen kann,\u201c so Thomas Metz.<br \/>\n12. \u00d6ffentliche Toiletten sind wichtig,deshalb soll es Gastronomiebetrieben erm\u00f6glicht werden, sich dem Konzept \u201eNette Toilette&#8220; anzuschlie\u00dfen. Hierbei werden Gastronomen, die ihre WCs f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung stellen, von der Stadt finanziell unterst\u00fctzt. Die vorhandenen Toilettenanlagen im Stadtgebiet sind v\u00f6llig unzureichend ausgestattet, Handtuch- und Seifenspender fehlen fast \u00fcberall. Hier muss aus hygienischen Gr\u00fcnden dringend nachgebessert werden, so Sabine Tetzlaff gr\u00fcne Stadtvertreterin.<br \/>\n13. Die Finanzierung dieser klimapolitisch wichtigen Positionen kann durch die Streichung oder Verschiebung von klimafeindlichhen oder derzeit nicht umsetzbaren Haushaltsposten. erfolgen. Dazu geh\u00f6rt, dass die Ausgaben f\u00fcr den Ausbau von Stra\u00dfen, die in 2020 nicht umgesetzt werden k\u00f6nnen, zum Beispiel der Ernst-Barlach-Stra\u00dfe reduziert werden. Die Kosten f\u00fcr die Planungen im Bereich Birkennweg und Hindenburgstra\u00dfe werden 2020 halbiert zugunsten der Erstellung eines Mobilit\u00e4tskonzepts f\u00fcr diesen gesamten Bereich einschlie\u00dflich Robert-Koch-Park. \u201eDer Robert-Koch-Park wurde geplant ohne den Auswirkungen des erh\u00f6hten Verkehrsaufkommens auf die Umgebung Rechnung zu tragen&#8220;, so Mechthild Rosker gr\u00fcne Stadtvertreterin.<br \/>\n14. Die Kosten f\u00fcr den Ausbau Sch\u00e4ferkamp werden f\u00fcr 2020 gestrichen, \u201eweil die Schulwegsicherung auf Kosten der Stadt und nicht auf Kosten der Anwohnenden erfolgen muss&#8220;, so Oliver Morgenroth gr\u00fcner Stadtvertreter. Au\u00dferdem k\u00f6nnen die Ausgaben f\u00fcr ein Salzsilo k\u00f6nnen eingespart werden, \u201eweil zum Schutz von Grundwasser und Pflanzen aufs Salzstreuen verzichten werden muss\u201c, so Reimund Waldorf gr\u00fcnes Mitglied in der Stadtvertretung.&#8220;<\/p>\n<p>Die Antr\u00e4ge zum Radradar APP, Streichung des Wohnungsmarktkonzept, Erweiterungen der Fahrradabstellanlage am Bahnhof, Winterdienst auf Radwegen und Verbesserung der WC Situation fanden eine breite Mehrheit. Die Unterst\u00fctzung der IWO wird anderweitig beraten, bei der Veloroute sind noch Gelder im Haushalt vorhanden, die aus Kapazit\u00e4tsgr\u00fcnden bisher noch nicht verbaut wurden und die Machbarkeitsstudie Fortf\u00fchrung Veloroute soll abgewartet werden, bevor neue Gelder eingestellt werden. Alle anderen Antr\u00e4ge wurden mehrheitlich abgelehnt. \u201eDa, wo es konkret um Klimaschutz geht, wo sich wirklich etwas ver\u00e4ndern k\u00f6nnte, passiert in M\u00f6lln leider zu oft gar nichts, weil die anderen Fraktionen nicht wollen oder schlicht desinteressiert sind&#8220;, moniert Konstantin von Notz, gr\u00fcner Stadvertreter. Er glaubt: &#8222;Mit Carsharing, einem Rad-und Fu\u00dfwege-Konzept, einer Stelle &#8218;Mobilit\u00e4tsplanung&#8216;, kostenfreiem \u00d6PNV und einem Mobilit\u00e4tsplan &#8218;Robert-Koch-Park&#8216; w\u00e4re der Haushalt 2020 deutlich klimafreundlicher und wir w\u00fcrden gemeinsam die Lebensqualit\u00e4t unserer Stadt deutlich verbessern.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). Alle Fraktionen der M\u00f6llner Stadtvertretung hatten einstimmig den &#8222;Klimanotstand&#8220; ausgerufen. Bis auf die Einsetzung des Klimamenagement finde sich nur wenig im Haushaltsentwurf 2020, was dem Rechnung tr\u00e4gt. 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