{"id":19270,"date":"2019-11-28T09:25:19","date_gmt":"2019-11-28T07:25:19","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=19270"},"modified":"2019-11-28T09:25:19","modified_gmt":"2019-11-28T07:25:19","slug":"inklusion-funktioniert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/11\/28\/inklusion-funktioniert\/","title":{"rendered":"Inklusion funktioniert"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_19271\" aria-describedby=\"caption-attachment-19271\" style=\"width: 350px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/David-V\u00f6lzmann.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-19271\" src=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/David-V\u00f6lzmann-201x300.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"522\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/David-V\u00f6lzmann-201x300.jpg 201w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/David-V\u00f6lzmann-768x1148.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/David-V\u00f6lzmann-685x1024.jpg 685w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/David-V\u00f6lzmann-696x1040.jpg 696w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/David-V\u00f6lzmann-281x420.jpg 281w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/David-V\u00f6lzmann.jpg 876w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-19271\" class=\"wp-caption-text\">David V\u00f6lzmann hat eine Ausbildung zum Tischler absolviert und sitzt im Rollstuhl. Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Die berufliche Zukunft selbst gestalten, das w\u00fcnschen sich alle Sch\u00fcler*innen nach ihrer Schulzeit. Die 2009 in Deutschland ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) er\u00f6ffnet Sch\u00fclern mit einem so genannten F\u00f6rderschwerpunkt das Recht auf inklusive Strukturen der Berufsberatung, Berufsausbildung und Arbeitsvermittlung (Art. 27 UN-BRK). Ein besonders fr\u00fcher Start der beruflichen Orientierung sowie das Hinzuziehen von Fachleuten sichert einen guten Start in die Arbeitswelt. Sowohl in F\u00f6rderschulen als auch in Schulen des Gemeinsamen Lernens sichern Integrationsfachdienste (IFD) ein professionelles \u00dcbergangsmanagement zwischen Schule und Berufseinstieg.<\/p>\n<p>Die UN-BRK bekr\u00e4ftigt das Recht auf Arbeit als anerkanntes Menschenrecht. F\u00fcr die Umsetzung ist es unverzichtbar, ein inklusives Schulsystem dauerhaft mit einem ebenso inklusiven System weiterf\u00fchrender Berufsberatung zu verzahnen. Die schulische und berufliche Bildung sowie der \u00dcbergang von der Schule in das Berufsleben sind die f\u00fcr den sp\u00e4teren Berufsweg entscheidenden Phasen. Heutige Vers\u00e4umnisse ziehen unwiderrufliche Folgen im weiteren Berufsleben nach sich. F\u00fcr Sch\u00fcler mit F\u00f6rderschwerpunkt ist eine individuelle und nachhaltige Unterst\u00fctzung beim Berufseinstieg besonders Ziel f\u00fchrend. In Schleswig-Holstein er\u00f6ffnet das Modellprojekt \u201e\u00dcbergang Schule Beruf\u201c Sch\u00fcler*innen mit F\u00f6rderschwerpunkt seit rund zehn Jahren erfolgreich neue Wege in den allgemeinen Arbeitsmarkt. IFD-Fachkr\u00e4fte unterst\u00fctzen Sch\u00fcler*innen dabei, ihre berufliche Zukunft selbstbestimmt zu planen und zu gestalten.<\/p>\n<p>In den letzten zwei bis drei Schuljahren erarbeiten die Sch\u00fcler gemeinsam mit den IFD-Fachkr\u00e4ften eine passende Anschlussperspektive. Die individuelle Vorbereitung auf den Einstieg in die Arbeits- und Berufswelt erfolgt durch beruflichen Unterricht, erste betriebliche Erfahrungen durch Praktika, Informationen \u00fcber alternative Berufswege und individuelle F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten sowie geeignete Bildungsma\u00dfnahmen zur weiteren Qualifizierung f\u00fcr den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der IFD kooperiert hierf\u00fcr mit F\u00f6rderschulen und Schulen des gemeinsamen Lernens, Unternehmen, Arbeitsagenturen sowie dem Integrationsamt.<\/p>\n<p>Das Modellprojekt \u201e\u00dcbergang Schule Beruf\u201c wird von den IFD gem\u00e4\u00df Paragraf 193 Sozialgesetzbuch (SGB) IX, Abs. 2 Satz 3 in F\u00f6rderschulen und Schulen des Gemeinsamen Lernens durchgef\u00fchrt. Die IFD sind neutrale Fachberatungsstellen vor Ort, die bei allen Fragen zur Besch\u00e4ftigung von Menschen mit Schwerbehinderung und Menschen mit Gleichstellung zur Verf\u00fcgung stehen. Die Beratung und Begleitung ist f\u00fcr die Arbeitnehmer*innen und Betriebe kostenlos, unterliegt dem Sozialdatenschutz und steht so lange wie n\u00f6tig zur Verf\u00fcgung. In Schleswig-Holstein sind verschiedene Tr\u00e4ger vom Integrationsamt im Ministerium f\u00fcr Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein damit beauftragt, den IFD nach SGB IX anzubieten. Der IFD ist in Schleswig-Holstein an 18 Standorten vertreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Die berufliche Zukunft selbst gestalten, das w\u00fcnschen sich alle Sch\u00fcler*innen nach ihrer Schulzeit. Die 2009 in Deutschland ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) er\u00f6ffnet Sch\u00fclern mit einem so genannten F\u00f6rderschwerpunkt das Recht auf inklusive Strukturen der Berufsberatung, Berufsausbildung und Arbeitsvermittlung (Art. 27 UN-BRK). 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