{"id":19219,"date":"2019-11-25T05:28:06","date_gmt":"2019-11-25T03:28:06","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=19219"},"modified":"2019-11-25T12:32:38","modified_gmt":"2019-11-25T10:32:38","slug":"keine-toleranz-fuer-uebergriffe-und-sexuelle-belaestigung-am-arbeitsplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/11\/25\/keine-toleranz-fuer-uebergriffe-und-sexuelle-belaestigung-am-arbeitsplatz\/","title":{"rendered":"Keine Toleranz f\u00fcr \u00dcbergriffe und sexuelle Bel\u00e4stigung am Arbeitsplatz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen werden in dieser Woche deutliche Zeichen gegen Gewalt an M\u00e4dchen und Frauen gesetzt. Die Gewerkschaften thematisieren dabei besonders \u00dcbergriffe und sexuelle Bel\u00e4stigungen im Betrieb.<\/p>\n<p>Mit der Verabschiedung der Konvention 190 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im Juli 2019 wurde nun endlich ein internationales \u00dcbereinkommen mit verbindlichen weltweiten Mindeststandards gesetzt. Es ist erstmals eine Einigung auf eine weltweit g\u00fcltige Definition von Gewalt und sexueller Bel\u00e4stigung erzielt worden.<\/p>\n<p>\u201eDamit setzt die ILO endlich ein weltweit verbindliches Stopp-Zeichen gegen Gewalt und sexuelle Bel\u00e4stigung am Arbeitsplatz. Die Bundesregierung muss die Konvention jetzt z\u00fcgig ratifizieren, damit sie bald umgesetzt wird!\u201c, fordert Simone Kroll-Schilke, Mitglied des DGB-Kreisvorstandes Lauenburg.<\/p>\n<p>Laut einer Studie, die im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes k\u00fcrzlich erschienen ist, waren insgesamt neun Prozent der Befragten, etwa jede elfte erwerbst\u00e4tige Person in Deutschland, im Zeitraum der letzten drei Jahre von sexueller Bel\u00e4stigung am Arbeitsplatz betroffen. Frauen haben mit einem Anteil von rund 13 Prozent signifikant h\u00e4ufiger als M\u00e4nner mit einem Anteil von f\u00fcnf Prozent sexuelle Bel\u00e4stigung am Arbeitsplatz erlebt.<\/p>\n<p>\u201eGewalt gegen Frauen ist immer noch ein riesengro\u00dfes Problem. Dar\u00fcber zu reden, ist jedoch vielfach ein Tabu. Wir wollen Besch\u00e4ftigte, Auszubildende, Frauen und M\u00e4dchen ermutigen, sich gemeinsam zu wehren.\u201c, so Kroll-Schilke.<\/p>\n<p>Der Deutsche Gewerkschaftsbund weist darauf hin, dass die Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind, gegen sexuelle Bel\u00e4stigung am Arbeitsplatz vorzugehen (\u00a7 12ff. AGG). Sie m\u00fcssen vorbeugende Ma\u00dfnahmen treffen, ihre Besch\u00e4ftigten schulen, im Fall einer sexuellen Bel\u00e4stigung die geeigneten, erforderlichen und angemessenen Ma\u00dfnahmen gegen\u00fcber bel\u00e4stigenden Besch\u00e4ftigten ergreifen. Dazu geh\u00f6ren Abmahnung, Umsetzung, Versetzung oder K\u00fcndigung. Betriebe m\u00fcssen auch wirksame Ma\u00dfnahmen gegen\u00fcber bel\u00e4stigenden Dritten ergreifen, Beschwerdestellen einrichten sowie die Belegschaft \u00fcber diese und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) informieren. Vor allem F\u00fchrungskr\u00e4fte brauchen in diesem Punkt Fortbildung. Es fehle in vielen Betrieben an Ansprechpartnern, Beratungsangeboten, Notrufnummern und Aush\u00e4ngen am Schwarzen Brett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen werden in dieser Woche deutliche Zeichen gegen Gewalt an M\u00e4dchen und Frauen gesetzt. Die Gewerkschaften thematisieren dabei besonders \u00dcbergriffe und sexuelle Bel\u00e4stigungen im Betrieb. 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