{"id":19175,"date":"2012-02-16T21:30:17","date_gmt":"2012-02-16T19:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=19175"},"modified":"2019-11-24T11:56:38","modified_gmt":"2019-11-24T09:56:38","slug":"roemnitz-plant-ferienwohnungen-gruene-fordern-mehr-objektivitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2012\/02\/16\/roemnitz-plant-ferienwohnungen-gruene-fordern-mehr-objektivitaet\/","title":{"rendered":"R\u00f6mnitz plant Ferienwohnungen: Gr\u00fcne fordern mehr Objektivit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"rtejustify\"><strong>R\u00f6mnitz (aa). <\/strong>Nach Informationen, die Herzogtum direkt vorliegen, plant die Gemeinde R\u00f6mnitz die Voraussetzungen f\u00fcr f\u00fcnf neue Ferienh\u00e4user zu schaffen. Die daf\u00fcr vorgesehenen Baufenster eines Privatinvestors liegen direkt am Ratzeburger See, nur 20 Meter vom Ufer entfernt.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">F\u00fcr die Planung beauftragte die Gemeinde R\u00f6mnitz das B\u00fcro \u201eProkom\u201c aus L\u00fcbeck. Laut Bericht der Prokom sei die touristische Entwicklung am Standort R\u00f6mnitzer M\u00fchle ein Hauptanliegen der Gemeinde, das schon im Jahre 1968 mit der Darstellung im Fl\u00e4chennutzungsplan dokumentiert worden sei. \u201eNach dem Eigent\u00fcmerwechsel vor etwa f\u00fcnf Jahren hat der neue Eigent\u00fcmer das Hotel, das Restaurant, die Steganlagen und die Au\u00dfenanlagen mit erheblichem Aufwand saniert, um die Attraktivit\u00e4t f\u00fcr die Touristen und Urlauber zu steigern. Dieses reicht jedoch nicht aus, die Wirtschaftlichkeit der Anlage auf Dauer zu sichern\u201c, hei\u00dft es in der Analyse der Prokom weiter. Um dem entgegenzuwirken, m\u00f6chte die Gemeinde R\u00f6mnitz die M\u00f6glichkeit schaffen, auf dem Standort f\u00fcnf Ferienh\u00e4user mit 20 Wohneinheiten sowie ein Wohnhaus zu erstellen. Die Grundfl\u00e4che pro Geb\u00e4ude soll bis zu 200 Quadratmeter, die Nutzfl\u00e4chen pro Wohnung zwischen 70 und 85 Quadratmeter schwanken. Die Au\u00dfenanlagen sollen sehr zur\u00fcckhaltend als Wiesen und mit Kieswegen gestaltet werden, um den landschaftlichen Charakter zu wahren. Unter R\u00fccksichtnahme auf Natur und Landschaft solle die Fl\u00e4che des Gestaltungsbereiches nur etwa bis zur H\u00e4lfte bebaut werden, hei\u00dft es seitens der Prokom weiter.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">Der Ansicht, dass es sich bei den geplanten Baufenstern um geeignete Fl\u00e4chen handelt, ist Reinald B\u00fcchner-Jahrens nicht. Der Sprecher des Ortsverbandes Ratzeburg\/Herzogtum Lauenburg Nord von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen wurde von R\u00f6mnitzer B\u00fcrgern auf die Planungen aufmerksam gemacht. \u201eDas sind nicht nur ein paar kleine H\u00fctten, die da geplant werden. Meiner Meinung nach sind die Baufenster zu gro\u00df und nicht mit der Natur vertr\u00e4glich. Das Baugebiet umfasst ein Steilhangufer, da muss reingebaggert werden\u201c, \u00e4u\u00dfert B\u00fcchner-Jahrens seine Bedenken.<\/p>\n<p>In der Bewertung der Prokom hei\u00dft es weiter: \u201eDie hohen B\u00f6schungen sind mit Geh\u00f6lzen bewachsen, aus naturschutzrechtlicher Sicht artenarm und damit nicht gesetzlich gesch\u00fctzt. Gesch\u00fctzte Biotope gibt es unterhalb der Westb\u00f6schung am See (R\u00f6hrichte), im Norden artenreiche Steilh\u00e4nge. Nach Aussage der Unteren Forstbeh\u00f6rde sind die vorhandenen Geh\u00f6lzbest\u00e4nde an den B\u00f6schungen nicht als Wald einzustufen\u201c.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">\u201eDie Geb\u00e4ude werden mit nur 20 Meter Abstand zum Seeufer geplant. Allein wegen des Schilfbewuchses muss man hier eine Bebauung vermeiden\u201c, h\u00e4lt B\u00fcchner-Jahrens dagegen. Er bef\u00fcrchtet, dass sich sp\u00e4tere Bewohner beziehungsweise G\u00e4ste, ob erlaubt oder nicht, einen Zugang durchs Schilf in den See bahnen werden. \u201eLaut Baugesetz haben wir hohe Auflagen, was den Naturschutz angeht. Diese Ma\u00dfst\u00e4be muss man auch hier anlegen. Die Standortabw\u00e4gungen von Prokom sind nicht objektiv\u201c, so der Sprecher der Gr\u00fcnen. So stehen R\u00f6mnitz neben dem bereits beschriebenen, drei weitere potenzielle Standorte zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">Standort 1 liegt innerorts n\u00f6rdlich der Dorfstra\u00dfe, Standort 2 s\u00fcdlich der Dorfstra\u00dfe, Standort 3 umfasst das Gebiet des \u00f6rtlichen Campingplatzes. Dem Bericht von Prokom ist zu entnehmen, dass die Gemeinde sich f\u00fcr Standort 4, das Gebiet n\u00f6rdlich der R\u00f6mnitzer M\u00fchle, entschieden hat, um den Gastronomie- und Hotelbetrieb nachhaltig zu st\u00e4rken. Nach B\u00fcchner-Jahrens sollte jedoch objektiv ermittelt werden, wo der Bedarf der Gemeinde R\u00f6mnitz l\u00e4ge, und fordert eine genaue Bestandsaufnahme von bereits vorhandenen Ferienwohnungen. \u201eMuss es ausgerechnet das Baufenster sein, wo der Investor plant? Gibt es nicht vielleicht sinnvollere Baufenster?\u201c, gibt der B\u00fcndnis-Gr\u00fcne zu bedenken.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">Auch der Kreis Herzogtum Lauenburg hat zu dem Bauvorhaben bereits eine Stellungsnahme gegen\u00fcber dem Landesinnenministerium abgegeben. Hier hei\u00dft es: \u201eVor dem Hintergrund der exponierten Lage und der n\u00f6rdlich gelegenen Schutzgebiete ist eine Ansiedlung von Ferien- beziehungsweise Wochenendh\u00e4usern aus Sicht des Kreises nicht unproblematisch, wenngleich eine touristische St\u00e4rkung des Standortes unterst\u00fctzt wird.\u201c Weiter weist der Kreis darauf hin, dass es zu keinerlei Beeintr\u00e4chtigungen oder Zerst\u00f6rung der angrenzenden Schutzgebiete kommen d\u00fcrfe. Ein positives Votum der Unteren Naturschutz Beh\u00f6rde sei Voraussetzung f\u00fcr das Projekt, die Nutzung der Ferienh\u00e4user sei an den Hotelbetrieb zu koppeln (kein Verkauf an Private), eine Dauerwohnnutzung sei auszuschlie\u00dfen und die Gr\u00f6\u00dfe der Ferienh\u00e4user auf maximal 70 Quadratmeter zu begrenzen. Seitens des Referats f\u00fcr St\u00e4dtebau und Ortsplanung sei eine Pr\u00fcfung von Planungsalternativen vorzunehmen und plausibel darzustellen. Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nne ein Appartementhaus statt einzelner Ferienh\u00e4user im Nahbereich des vorhandenen Betriebes eher mitgetragen werden, als eine Entwicklung in die Tiefe des Naturraumes. \u201eAus Sicht des Kreises bestehen [\u2026] erhebliche Zweifel an der Vertr\u00e4glichkeit mit den naturschutzfachlichen und -rechtlichen Rahmenbedingungen des Standortes\u201c, ist weiter in der Stellungnahme des Kreises zu lesen.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">\u201eBedenken sind gen\u00fcgend vorhanden, daher sollten sie jetzt auch \u00f6ffentlich diskutiert werden\u201c, fordert Reinald B\u00fcchner-Jahrens, \u201eWenn wirklich objektiv abgewogen wird, ist es sehr fraglich, ob dann da gebaut werden darf. Aus Sicht der Gr\u00fcnen kann ein Bedarf an neuem Baugrund in einer Bev\u00f6lkerung, die \u00fcberaltert, eigentlich gar nicht mehr bestehen.\u201c<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00f6mnitz (aa). 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