{"id":18190,"date":"2019-10-16T09:58:23","date_gmt":"2019-10-16T07:58:23","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=18190"},"modified":"2019-10-17T08:34:35","modified_gmt":"2019-10-17T06:34:35","slug":"zahl-der-berufspendler-im-kreis-herzogtum-lauenburg-auf-60-000-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/10\/16\/zahl-der-berufspendler-im-kreis-herzogtum-lauenburg-auf-60-000-gestiegen\/","title":{"rendered":"Zahl der Berufspendler im Kreis Herzogtum Lauenburg auf 60.000 gestiegen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Wenn Lebenszeit im Stau fl\u00f6ten geht: Die Zahl der Berufspendler im Kreis Herzogtum Lauenburg hat einen neuen H\u00f6chststand erreicht. Auf dem Weg zur Arbeit verlie\u00dfen im vergangenen Jahr rund 60.000 Menschen regelm\u00e4\u00dfig die Grenzen des Kreises \u2013 das sind 31 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals z\u00e4hlte der Kreis noch rund 46.000 sogenannte Auspendler, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts f\u00fcr Bau-, Stadt-<br \/>\nund Raumforschung (BBSR).<\/p>\n<p>Gewerkschafter Matthias Maurer spricht von einem \u201ealarmierenden Trend\u201c. Eine Hauptursache f\u00fcr den Pendel-Boom sei der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Gro\u00df- und Unist\u00e4dten. \u201eEine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise in der Stadt nicht mehr leisten. Aber genau dort sind in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden\u201c, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Hamburg. Die Folge seien immer l\u00e4ngere Staus und \u00fcberf\u00fcllte Z\u00fcge. Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien f\u00fcr viele Pendler aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg mittlerweile gang und g\u00e4be, betont Maurer. \u201eDabei geht nicht nur wertvolle Zeit f\u00fcr Familie, Freunde und Hobbys verloren. Auch die Umwelt leidet unter der Fahrerei.\u201c Nach Angaben des\u00a0 Umweltbundesamtes geht knapp ein F\u00fcnftel aller CO 2 -Emmissionen in Deutschland auf das Konto des Verkehrs.<\/p>\n<p>Die IG BAU warnt vor einer Zunahme der Pendlerzahlen, sollte sich das Wohnen noch weiter vom Arbeiten entfernen. N\u00f6tig sei eine \u201edrastische Wende\u201c in der Wohnungsbaupolitik. \u201eDie \u00f6ffentliche Hand muss viel mehr als bisher investieren, um bezahlbaren Wohnraum in den Metropolen und Ballungsr\u00e4umen zu schaffen. Es fehlen vor allem Wohnungen im sozialen und im bezahlbaren Segment\u201c, so Maurer. Massive Investitionen seien aber auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar, um die Pendler zu entlasten. \u201eVor allem beim Schienen-, Stra\u00dfen- und Radwegenetz ist der Nachholbedarf gro\u00df\u201c, macht Maurer deutlich. Einen entscheidenden Beitrag gegen den \u201ePendel-Frust\u201c k\u00f6nnten zudem die Firmen leisten \u2013 indem sie es ihren Besch\u00e4ftigten leichter machen, in Gleitzeit oder im Home-Office zu arbeiten.<\/p>\n<p>Die Pendler-Problematik im Kreis Herzogtum Lauenburg ist Teil eines bundesweiten Trends: Nach Angaben der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit pendelten im letzten Jahr 39 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigten in eine andere Stadt oder einen anderen Kreis zur Arbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Wenn Lebenszeit im Stau fl\u00f6ten geht: Die Zahl der Berufspendler im Kreis Herzogtum Lauenburg hat einen neuen H\u00f6chststand erreicht. 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