{"id":17747,"date":"2019-09-29T07:15:32","date_gmt":"2019-09-29T05:15:32","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=17747"},"modified":"2019-09-29T10:21:04","modified_gmt":"2019-09-29T08:21:04","slug":"17747","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/09\/29\/17747\/","title":{"rendered":"Wie Integration nachhaltig gelingen kann"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> Die Aula des BZZ M\u00f6lln ist mit rund 200 Besuchern gut gef\u00fcllt, als Ahmad Mansour das Berufsbildungszentrum betritt, um an diesem Abend \u00fcber seine Arbeit als Experte f\u00fcr Extremismuspr\u00e4vention und sein aktuelles Buch zu berichten. Mansour (Jg.1976), Mitbegr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Mansour-Instituts f\u00fcr Demokratief\u00f6rderung und Extremismuspr\u00e4vention geht der Frage nach, wie Integration nachhaltig gelingen kann und welche Anstrengungen unsere Gesellschaft unternehmen muss, um Neuankommende erfolgreich zu integrieren.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst zeichnet Mansour in seinem Vortrag das Bild eines Nicht-Integrierten, der unzufrieden ist, der in seiner wortw\u00f6rtlichen Sprachlosigkeit Hilfe dort sucht und findet, wo die eigenen Leute sind. Wer emotional nicht ankomme, der empfinde irgendwann Wut auf die neue Gesellschaft und beginne diese zu verachten, so Mansour.<\/p>\n<p>\u201eErst wenn ich sonntags Tatort schaue und spazieren gehe, bin ich angekommen und integriert\u201c, zitiert Ahmad Mansour seine Gro\u00dfmutter und erntet zustimmendes Schmunzeln. Integration ist aber mehr. Integration ist zun\u00e4chst einmal eine Bringschuld der Zugewanderten, ist die Bereitschaft sich zu integrieren und die Gesellschaft als Chance f\u00fcr sich und die eigene Familie zu begreifen. Man d\u00fcrfe dabei aber nicht vergessen, dass dies gleichzeitig Identit\u00e4tsverlust bedeute. So verliere der Vater syrischer Herkunft seine Identit\u00e4t, weil seine Kinder sich integrierten, nicht mehr arabisch sprechen w\u00fcrden, andere Einstellungen kennenlernten und beispielsweise nicht mehr beteten. Gerade aber die Anerkennung der demokratischen Struktur und der Rechtstaatlichkeit, die Kenntnis der Rechte und Pflichten seien erforderlich, bei aller Diversit\u00e4t, die Zuwanderung mit sich bringe. Daran ankn\u00fcpfend pl\u00e4diert Mansour f\u00fcr das Aushalten anderer Meinungen und nennt Streit und Debatte zentrale Merkmale der Demokratie. Die Schulen seien ein Ort, an dem Streit und Debatte wieder gelernt werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Integration sei ein langwieriger Prozess, in dem Menschen auch langfristig begleitet werden m\u00fcssten, in dem Menschen Hilfe auch in elementaren Fragen bekommen sollten. Erst durch sachlich gef\u00fchrte Debatten und die Akzeptanz unterschiedlicher Haltungen k\u00f6nne Integration gelingen, denn nur ein m\u00fcndiger Mensch, ein m\u00fcndiger B\u00fcrger sei immun gegen Radikalisierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). Die Aula des BZZ M\u00f6lln ist mit rund 200 Besuchern gut gef\u00fcllt, als Ahmad Mansour das Berufsbildungszentrum betritt, um an diesem Abend \u00fcber seine Arbeit als Experte f\u00fcr Extremismuspr\u00e4vention und sein aktuelles Buch zu berichten. 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