{"id":16718,"date":"2019-08-22T08:09:23","date_gmt":"2019-08-22T06:09:23","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=16718"},"modified":"2019-08-22T08:12:21","modified_gmt":"2019-08-22T06:12:21","slug":"investitionen-in-die-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/08\/22\/investitionen-in-die-umwelt\/","title":{"rendered":"Investitionen in die Umwelt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Seit einiger Zeit umtreibt das Thema \u201eKl\u00e4rschlammentsorgung\u201c die Gemeinden, Amtsverwaltungen und Betreiber von Kl\u00e4ranlagen. Thomas Jessen, Leitender Verwaltungsbeamter beim des Amtes Sandesneben hatte daher zu einer Besichtigung der M\u00fcllverbrennungsanlage Stapelfeld eingeladen, um neue Wege zur Entsorgung des Kl\u00e4rschlamms aus den Teichkl\u00e4ranlagen der Gemeinden der \u00c4mter Bad Oldesloe-Land, Berkenthin und Sandesneben-Nusse aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Die Betreiber der MVA Stapelfeld (EEW Energy from Waste GmbH) gaben einer gro\u00dfen Gruppe von interessierten B\u00fcrgermeistern, Amts- und Verbandsvorstehern, Gemeindevertretern und Mitarbeitern der Amtsverwaltungen die Gelegenheit, hinter die Kulissen der in 1979 entstandenen M\u00fcllverbrennungsanlage zu schauen. Die Anlage ist u.a. zust\u00e4ndig f\u00fcr kommunale Siedlungs- und Gewerbeabf\u00e4lle und nimmt zusammen mit den weiteren 17 Standorten der EEW j\u00e4hrlich rund 4,7 Millionen Tonnen an Abf\u00e4llen auf. Mit dieser Abfallmenge lassen sich j\u00e4hrlich rund 700.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Auch beliefert die MVA Stapelfeld umliegende Gemeinden mit Fernw\u00e4rme.<\/p>\n<p>Das Unternehmen EEW plant, weitere Kapazit\u00e4ten zur Verbrennung von Kl\u00e4rschl\u00e4mmen zu schaffen. Mit der D\u00fcngemittelverordnung und der Kl\u00e4rschlammverordnung aus 2017 stehen die Gemeinden und Betreiber von Abwasserbeseitigungsanlagen unter starkem Druck, weil k\u00fcnftig kaum noch landwirtschaftliche Fl\u00e4chen f\u00fcr eine Aufnahme von Kl\u00e4rschlamm zur Verf\u00fcgung stehen. Auch sind andere Aspekte wie die Phosphor-R\u00fcckgewinnung zu ber\u00fccksichtigen, so dass bundes- und landesweit dringend Kapazit\u00e4ten zur Aufnahme in Monoverbrennungsanlagen geschaffen werden m\u00fcssen. Dieser Aufgabe stellt sich das Unternehmen EEW und m\u00f6chte ab 2023 in den Betrieb einer eigenen Kl\u00e4rschlamm-Verbrennungsanlage gehen. Kommunen aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg geh\u00f6ren zur Zielgruppe des Unternehmens.<\/p>\n<p>Amtsvorsteher Ulrich Hardtke vom Amt Sandesneben-Nusse, gleichzeitig als B\u00fcrgermeister auch Betreiber einer Kl\u00e4ranlage, wies auf den Handlungs- und Finanzierungsdruck der Gemeinden hin. \u201eWir Gemeinden und \u00c4mtern m\u00fcssen uns auf den Weg machen, den Kl\u00e4rschlamm vor Ort transport- und verarbeitungsf\u00e4hig aufzubereiten, damit die Kosten nicht zu sehr in die H\u00f6he schie\u00dfen\u201c, erl\u00e4utert Ulrich Hardtke mit Blick auf die Abwassergeb\u00fchren und nennt gleichzeitig das Projekt eine \u201eInvestition in die Umwelt\u201c. Auch unterstreicht Ulrich Hardtke die Notwendigkeit zur Kooperation und verweist diesbez\u00fcglich auf den Abwasserverband Sandesneben.<\/p>\n<p>Besondere Beachtung fand anl\u00e4sslich des Besuchs auf der MVA in Stapelfeld auch eine Masterarbeit von Tobias Schr\u00f6der aus seinem j\u00fcngst abgeschlossenen Studium an der Technischen Fachhochschule in L\u00fcbeck. Tobias Schr\u00f6der hatte in einer fachtechnischen Untersuchung und mit finanziellem Ausblick unterschiedliche L\u00f6sungswege zur Abwasserbeseitigung in den Gemeinden des Amtes Sandesneben-Nusse erarbeitet. Diese Ergebnisse stellte er dem fachkundigen Publikum von gemeindlichen Vertretern vor. Thomas Jessen vom Amt Sandesneben und Frank Hase vom Amt Berkenthin lobten die Ausarbeitungen in der Masterarbeit, die durchaus vision\u00e4r, dennoch aber Anlass zum Nachdenken geben sollten, so \u00fcbereinstimmend die beiden Verwaltungschefs in ihrer Bewertung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Seit einiger Zeit umtreibt das Thema \u201eKl\u00e4rschlammentsorgung\u201c die Gemeinden, Amtsverwaltungen und Betreiber von Kl\u00e4ranlagen. Thomas Jessen, Leitender Verwaltungsbeamter beim des Amtes Sandesneben hatte daher zu einer Besichtigung der M\u00fcllverbrennungsanlage Stapelfeld eingeladen, um neue Wege zur Entsorgung des Kl\u00e4rschlamms aus den Teichkl\u00e4ranlagen der Gemeinden der \u00c4mter Bad Oldesloe-Land, Berkenthin und Sandesneben-Nusse aufzuzeigen. 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