{"id":15424,"date":"2019-07-01T09:54:19","date_gmt":"2019-07-01T07:54:19","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=15424"},"modified":"2019-07-01T09:54:19","modified_gmt":"2019-07-01T07:54:19","slug":"mehrwegflaschen-fuer-klimaschutz-und-arbeitsplaetze-im-kreis-herzogtum-lauenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/07\/01\/mehrwegflaschen-fuer-klimaschutz-und-arbeitsplaetze-im-kreis-herzogtum-lauenburg\/","title":{"rendered":"Mehrwegflaschen f\u00fcr Klimaschutz und Arbeitspl\u00e4tze im Kreis Herzogtum Lauenburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Mehrweg gegen die Plastikflut: Im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen Getr\u00e4nkehersteller und Superm\u00e4rkte st\u00e4rker auf wiederverwendbare Flaschen setzen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG). \u201eEinwegflaschen und Dosen, auf die es 25 Cent Pfand gibt, sind nach der ersten Benutzung dahin und gehen ins energiefressende Recycling. Anders Mehrwegflaschen aus Glas oder robustem Plastik: Sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz vor Ort \u2013 sie sichern auch Arbeitspl\u00e4tze bei Abf\u00fcllern, im Handel und bei den Herstellern\u201c, sagt Gewerkschaftssekret\u00e4r Marcel Mansouri von der NGG Hamburg-Elmshorn. Dies sei umso wichtiger, wenn das Produkt aus der Region komme. Nach Angaben der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit besch\u00e4ftigt die Getr\u00e4nkebranche in Schleswig-Holstein rund 1.300 Menschen.<\/p>\n<p>Das neue Verpackungsgesetz schreibt ab diesem Jahr einen Mehrweg-Anteil von 70 Prozent bei Getr\u00e4nken vor. Die Quote liegt nach Angaben des Umweltbundesamts aber nur bei etwa 44 Prozent. Unter den nicht-alkoholischen Getr\u00e4nken liegt sie aktuell sogar bei lediglich 23 Prozent. \u201eDer Staat muss also st\u00e4rker darauf achten, dass Hersteller und Handel die Quote wirklich einhalten \u2013 und Verst\u00f6\u00dfe notfalls sanktionieren.\u201c Andernfalls werde die\u00a0 Umweltpolitik beim Thema Pfand zum \u201eblo\u00dfen Lippenbekenntnis\u201c.<\/p>\n<p>Dabei seien insbesondere auch die Verbraucher gefordert: \u201eWer zum Apfelsaft aus Schleswig-Holstein oder zum Mineralwasser in der Glasflasche greift, st\u00e4rkt regionale Wirtschaftskreisl\u00e4ufe und tut etwas f\u00fcr die Umwelt\u201c, betont Mansouri. Kritisch blickt der Gewerkschafter auf die Strategie der Lebensmitteldiscounter: \u201eAldi, Lidl und Co. haben den Trend zu Einwegflaschen befeuert. Wer eine 1,5-Liter-Flasche Mineralwasser f\u00fcr 19 Cent anbietet, der macht Dumpingpreise salonf\u00e4hig \u2013 auf Kosten der Umwelt und der Produzenten.\u201c<\/p>\n<p>Die Gewerkschaft NGG macht sich dar\u00fcber hinaus f\u00fcr eine bessere Kennzeichnung im Pfandsystem stark. Damit k\u00f6nne sich der Verbraucher bewusst f\u00fcr Umwelt, Arbeitspl\u00e4tze\u00a0 und Genuss entscheiden. Mansouri: \u201eWie es laufen kann, zeigt sich beim Bier. Hier liegt der<br \/>\nMehrweg-Anteil bei 82 Prozent. Und der K\u00e4ufer wei\u00df, dass es aus der Glasflasche eben auch<br \/>\nbesser schmeckt.\u201c<\/p>\n<p>Nach einer Studie der Deutschen Umwelthilfe lie\u00dfen sich bundesweit jedes Jahr 1,35 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen, wenn man alle alkoholfreien Getr\u00e4nke ausschlie\u00dflich in Mehrweg- statt in Einwegflaschen abf\u00fcllen w\u00fcrde. Das entspricht dem Kohlendioxid-Aussto\u00df von 880.000 Mittelklassewagen, die im Durchschnitt 13.000 Kilometer pro Jahr fahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Mehrweg gegen die Plastikflut: Im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen Getr\u00e4nkehersteller und Superm\u00e4rkte st\u00e4rker auf wiederverwendbare Flaschen setzen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG). \u201eEinwegflaschen und Dosen, auf die es 25 Cent Pfand gibt, sind nach der ersten Benutzung dahin und gehen ins energiefressende Recycling. 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