{"id":15290,"date":"2019-06-27T08:15:48","date_gmt":"2019-06-27T06:15:48","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=15290"},"modified":"2019-06-27T08:15:48","modified_gmt":"2019-06-27T06:15:48","slug":"kreisbauerntag-in-duvensee-ministerpraesident-daniel-guenther-sichert-bauern-unterstuetzung-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/06\/27\/kreisbauerntag-in-duvensee-ministerpraesident-daniel-guenther-sichert-bauern-unterstuetzung-zu\/","title":{"rendered":"Kreisbauerntag in Duvensee: Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther sichert Bauern Unterst\u00fctzung zu"},"content":{"rendered":"<p><strong>Duvensee (pm).<\/strong> Bei bestem Wetter hatte der Kreisbauernverband Herzogtum Lauenburg zu seinem 82. Kreisbauerntag eingeladen. Dieser Einladung waren mehr als 650 G\u00e4ste aus Landwirtschaft, Politik und Verwaltung gefolgt. Auch zahlreiche Nicht-Landwirte aus der Nachbarschaft wollten den Bauerntag, der traditionell auf wechselnden landwirtschaftlichen Betrieben stattfindet, erleben. Immerhin war der Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther als Hauptredner eingeladen.<\/p>\n<p>Der Ministerpr\u00e4sident erkl\u00e4rte in seiner Rede, dass er hinter den Bauern stehe: &#8222;Weil Sie darum gebeten haben, dass ich mich hinter die Landwirtschaft stelle, sage ich hier vollkommen klar: Sie k\u00f6nnen sich auf mich als Ministerpr\u00e4sident verlassen. Ich werde mich all denjenigen entgegenstellen, die schlecht \u00fcber Landwirtschaft reden.&#8220; Tief beeindruckt habe ihn den Rundgang \u00fcber den Betrieb Grell, bei dem ihm der Juniorchef Knud Frithjof Grell den Stall f\u00fcr die 550 Milchk\u00fche zeigte. Vierzehn Mitarbeiter und Auszubildende sind gemeinsam mit der Familie Grell rund um die Uhr mit der Betreuung der Tiere besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Dass den Bauern wichtig ist, wie die Gesellschaft auf Landwirtschaft blickt, machte die Sprecherin der Jungen Landwirte deutlich. &#8222;Landwirt ist der sch\u00f6nste Beruf der Welt&#8220;, sagte Inken Burmester zu Beginn ihrer Rede. In einem engagierten und mit viel Beifall bedachten Beitrag machte die junge Landwirtin aus Siebenb\u00e4umen deutlich, dass die heimische Landwirtschaft viel besser ist, als es viele Nichtregierungsorganisationen der Bev\u00f6lkerung wei\u00df machen wollten. Gruppen wie NABU oder Greenpeace k\u00e4mpften dabei teilweise mit Fake-News, um die Landwirtschaft negativ darzustellen. Aber \u201eSchwarze Schafe\u201c m\u00fcssten auch benannt werden. Und selbstkritisch gab Inken Burmester zu bedenken, dass diese den Ruf der Branche besch\u00e4digen.<\/p>\n<p>\u201eWarum Schleswig-Holstein eine starke Landwirtschaft braucht\u201c, lautete das Thema von Daniel G\u00fcnther. Und der Vorsitzende Hans-Peter Grell machte in seiner Er\u00f6ffnung deutlich, wieso die Landwirtschaft so wichtig f\u00fcr das Land sind. Bei vielen Problemen sind Bauern die L\u00f6sung und nicht die Ursache. \u201eWir brauchen den R\u00fcckhalt der Gesellschaft\u201c, machte Grell klar. Dazu geh\u00f6re aber auch, dass der Wahlb\u00fcrger, der am Sonntag zu 30 Prozent Gr\u00fcn w\u00e4hlt und dann am Montag die n\u00e4chste Flugreise bucht, sein Einkaufsverhalten \u00fcberdenkt. Beim Thema Klimawandel seien die Landwirte Partner zur L\u00f6sung. Landwirtschaft sei der einzige Wirtschaftszweig in der laufenden Produktion, der Kohlendioxid binden kann. Landwirtschaft k\u00f6nne neben Lebensmitteln auch erneuerbare Energien erzeugen und die Landschaft pflegen. Daher stehe man auch dem Vorschlag einer CO2-Bepreisung, wie der Ministerpr\u00e4sident ihn gemacht hat, offen gegen\u00fcber. Es sei nicht richtig, wenn die Fahrt zum Flughafen teurer sei als das Flugticket, betonte Grell.<\/p>\n<figure id=\"attachment_15292\" aria-describedby=\"caption-attachment-15292\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hans-Peter-Grell.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-15292\" src=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hans-Peter-Grell.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hans-Peter-Grell.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hans-Peter-Grell-300x225.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hans-Peter-Grell-768x576.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hans-Peter-Grell-80x60.jpg 80w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hans-Peter-Grell-265x198.jpg 265w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hans-Peter-Grell-696x522.jpg 696w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hans-Peter-Grell-560x420.jpg 560w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15292\" class=\"wp-caption-text\">Vorsitzender des Kreisbauernverband, Hans-Peter Grell<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch das Thema der neuerlich versch\u00e4rften D\u00fcngeverordnung wurde nicht ausgespart. \u201eWir Landwirte sind nicht gegen sauberes Wasser. Nein, wir sind die, die den Gew\u00e4sserschutz praktizieren.\u201c Daher sollte das Land auch weiter die Gew\u00e4sserschutzberatung unterst\u00fctzen und gerade kleineren und mittleren Betrieben bei den Investitionen in Technik zur D\u00fcngung und Lagerung von Wirtschaftsd\u00fcnger f\u00f6rdern. Hier sah G\u00fcnther nur wenig M\u00f6glichkeiten, die aus Berlin drohenden Versch\u00e4rfungen angesichts des EU-Strafverfahrens noch zu \u00e4ndern. Allerdings sah er auch, dass die Bauern so nicht im internationalen Wettbewerb bestehen k\u00f6nnten. Auch kritisierte er \u201e\u00fcberbordende\u201c Vorstellungen der Gesellschaft, die einmal rigoros f\u00fcr Umweltschutz pl\u00e4diere und dann weiter g\u00fcnstiges Fleisch aus dem Ausland beim Discounter kaufe. Hier m\u00fcsse man ehrlicher mit den Landwirten umgehen.<\/p>\n<p>Auch das Thema Artenvielfalt durfte nicht fehlen. Grell betonte, dass auch hier die Bauern nicht Ursache, sondern Teil der L\u00f6sung seien. &#8222;Wie viel Artenvielfalt k\u00f6nnen wir aushalten&#8220;, fragte Werner Schwarz, Pr\u00e4sident des Landesbauernverbandes. Angesichts der zunehmenden Sch\u00e4den durch G\u00e4nse, die Einwanderung des Bibers, die Sch\u00e4den durch den Kormoran an Binnenseen m\u00fcsse der Artenschutz auch von dieser Seite \u00fcberdacht werden. Wenn Kraniche in kurzer Zeit 50 Hektar (500.000 Quadratmeter) Mais aus der Erde ziehen, und dieser neu bestellt werden muss, stellt sich die Frage, ob der Erhaltungszustand in der Region bereits zu gut ist.<\/p>\n<p>In den Gru\u00dfworten machten die Redner ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Bauern deutlich. Landrat Dr. Christoph Mager sprach sich dabei eindringlich f\u00fcr den Erhalt der landwirtschaftlichen Berufsschule am Standort M\u00f6lln aus. Die geplante Trennung der Ausbildung nach \u00f6ko- und konventionellen Landwirten lehne er strikt ab.<\/p>\n<p>In der Diskussion kam der Wolf mehrfach zur Sprache und es blieb die Frage, wo der Tierschutz bei den vom Wolf gerissenen und verletzten Nutztieren ber\u00fccksichtigt wird. Kritik gab es auch an dem Bild der Landwirtschaft, welches in den Schulen vermittelt wird. Jeder Sch\u00fcler sollte in seiner Schulzeit mindestens einmal auf einen landwirtschaftlichen Betrieb kommen. Alwin Kreimer stellte die Frage, wie die Sauenhaltung angesichts der rechtlichen Unsicherheit und der drohenden Haltungsauflagen in Deutschland noch bestehen soll.<br \/>\nEs gab aber auch positive Redebeitr\u00e4ge. Karsten Witten, Biobauer aus Labenz, rief seinen Berufskollegen zu: \u201eIhr verdient eine Eins mit Stern\u201c und meinte die gute Produktion der konventionellen Landwirtschaft im Kreis.<\/p>\n<p>Am Ende stellte der Vorsitzende des Vereins Duvenseer Moor, Gerd Vogler, die Arbeit des Vereins mit 266 Mitgliedern vor. &#8222;So wie wir hier Naturschutz machen, brauchen wir kein Naturschutzgebiet&#8220;, sagte er an Daniel G\u00fcnther gerichtet. Mit dem R\u00fcckenwind konnte der stellvertretende Kreisvorsitzende Tilmann Hack dem Ministerpr\u00e4sidenten sogleich eine Beitrittserkl\u00e4rung \u00fcberreichen und das 267. Mitglied war gewonnen. Als Gastgeschenk \u00fcberreichten Grell und Hack dem Ministerpr\u00e4sidenten einen Druck von A.-Paul Weber, \u201edreimal t\u00e4glich f\u00fcnf Tropfen\u201c und dankten allen Teilnehmern f\u00fcr den gelungenen Kreisbauerntag, der bei Wurst und Bier erst kurz vor Mitternacht endete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Duvensee (pm). Bei bestem Wetter hatte der Kreisbauernverband Herzogtum Lauenburg zu seinem 82. Kreisbauerntag eingeladen. Dieser Einladung waren mehr als 650 G\u00e4ste aus Landwirtschaft, Politik und Verwaltung gefolgt. Auch zahlreiche Nicht-Landwirte aus der Nachbarschaft wollten den Bauerntag, der traditionell auf wechselnden landwirtschaftlichen Betrieben stattfindet, erleben. Immerhin war der Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther als Hauptredner eingeladen. 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