{"id":14140,"date":"2019-05-15T08:49:14","date_gmt":"2019-05-15T07:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=14140"},"modified":"2019-05-15T08:49:14","modified_gmt":"2019-05-15T07:49:14","slug":"mai-steuerschaetzung-2019-steuereinnahmen-des-landes-steigen-weniger-stark-als-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/05\/15\/mai-steuerschaetzung-2019-steuereinnahmen-des-landes-steigen-weniger-stark-als-erwartet\/","title":{"rendered":"Mai-Steuersch\u00e4tzung 2019: Steuereinnahmen des Landes steigen weniger stark als erwartet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Finanzministerin Monika Heinold hat heute die Ergebnisse der regionalisierten Mai-Steuersch\u00e4tzung f\u00fcr Schleswig-Holstein bekannt gegeben. Das Land muss demnach bis 2023 voraussichtlich mit rund 700 Millionen Euro weniger Steuereinnahmen auskommen als urspr\u00fcnglich geplant. Heinold: &#8222;Diese Steuersch\u00e4tzung bringt einen deutlichen D\u00e4mpfer, wirft uns aber nicht aus der Bahn. Es ist gut, dass das Land Vorsorge getroffen hat.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr das laufende Haushaltsjahr 2019 prognostizieren die Steuersch\u00e4tzer ein Minus von 15 Millionen Euro im Vergleich zum bereits beschlossenen Landeshaushalt. &#8222;Durch die von uns getroffene Steuervorsorge von rund 50 Millionen Euro schaffen wir hier voraussichtlich eine Punktlandung&#8220;, so Heinold. F\u00fcr 2020 wird mit einem Minus von 89 Millionen Euro gerechnet, f\u00fcr 2021 mit einem Minus von 165 Millionen Euro. 2022 ist ein Minus von 191 Millionen Euro prognostiziert, 2023 ein Minus von 235 Millionen Euro. Die Landesregierung wird ihre Finanzplanung dementsprechend neu ausrichten.<\/p>\n<p>Die Finanzministerin wies darauf hin, dass das Land anders als der Bund ab 2020 keine neuen Schulden machen darf: &#8222;Die Schuldenbremse des Grundgesetzes ist f\u00fcr die L\u00e4nder verbindlich. Der Haushalt muss strukturell ausgeglichen sein, auch wenn die Rahmenbedingungen schwieriger werden. Jetzt gilt es, weiterhin sorgsam zu haushalten und gezielt zu investieren.\u201c Heinold verwies darauf, dass die Steuersch\u00e4tzung den Gestaltungsspielraum des Landes einschr\u00e4nke, aber nichts an der Kernagenda Bildung, Infrastruktur und Digitalisierung \u00e4ndere: \u201eF\u00fcr die Landesregierung ist Haushaltspolitik auch in schwierigen Zeiten ein Gemeinschaftsprojekt. Wir bringen nur das auf den Weg, was dauerhaft finanzierbar ist.\u201c<\/p>\n<p>Die Steuersch\u00e4tzung bedeutet f\u00fcr die Kommunen des Landes ebenfalls Mindereinnahmen:<\/p>\n<p>ein Minus von 19 Mio. Euro in 2019<br \/>\nein Minus von 184 Mio. Euro in 2020<br \/>\nein Minus von 214 Mio. Euro in 2021<br \/>\nein Minus von 223 Mio. Euro in 2022<br \/>\nein Minus von 239 Mio. Euro in 2023<\/p>\n<p>Heinold: &#8222;Die Steuersch\u00e4tzung zeigt, dass Bund, L\u00e4nder und Kommunen mit weniger Mehreinnahmen rechnen m\u00fcssen als bislang geplant. Umso wichtiger ist es, Steuerschlupfl\u00f6cher endlich konsequent zu schlie\u00dfen und die Grundsteuer als verl\u00e4ssliche Einnahmequelle der kommunalen Ebene zu erhalten. Au\u00dferdem ist es unerl\u00e4sslich, dass sich der Bund weiterhin bei den Integrationskosten solidarisch verh\u00e4lt. L\u00e4nder und Kommunen brauchen verl\u00e4ssliche Zusagen f\u00fcr die Zukunft.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Finanzministerin Monika Heinold hat heute die Ergebnisse der regionalisierten Mai-Steuersch\u00e4tzung f\u00fcr Schleswig-Holstein bekannt gegeben. 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