{"id":13937,"date":"2019-05-08T08:07:14","date_gmt":"2019-05-08T07:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=13937"},"modified":"2019-05-08T08:07:14","modified_gmt":"2019-05-08T07:07:14","slug":"neuer-trend-am-wohnungsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/05\/08\/neuer-trend-am-wohnungsmarkt\/","title":{"rendered":"Neuer Trend am Wohnungsmarkt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel (pm). <\/strong>Noch ist keine \u00f6konomische Trendwende am deutschen Wohnungsmarkt in Sicht. Schleswig-Holsteinisch hingegen ergreift die Initiative und wird m\u00f6glicherweise zum Vorbild. Hier entwickeln Politik, Bauwirtschaft und ihre Partner gemeinsam Ma\u00dfnahmen, um das Bauen zu erleichtern.<\/p>\n<p>Entgegen vereinzelter Meldungen, dass sich das Nachfragewachstum am deutschen Wohnungsmarkt in absehbarer Zeit abschw\u00e4chen wird, sehen Experten, darunter die GEWOS Institut f\u00fcr Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH, keine Trendumkehr. Im vergangenen Jahr seien erstmals seit 2001 mehr als 300.000 Wohnungen fertiggestellt worden, f\u00fcr dieses Jahr liegt die Sch\u00e4tzung bei 320.000 neuen Wohnungen. Allerdings werde damit nicht der bundesweite Baubedarf von mindestens 350.00 Wohnungen im Jahr gedeckt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Schleswig-Holstein weist das Statistikamt Nord f\u00fcr 2017 insgesamt 11.972 Baufertigstellungen von Wohnungen und f\u00fcr 2018 insgesamt 14.846 Baugenehmigungen f\u00fcr Wohnungen aus. Der Bedarf liege laut Wohnungsmarktprognose 2030 des Bauministeriums zwischen 2015 und 2030 bei 177.00 neuen Wohnungen, also j\u00e4hrlich gut 11.000 Wohnungen.<\/p>\n<p>\u201eWir haben noch l\u00e4ngst nicht die Talsohle durchschritten und m\u00fcssen bundes- und landesweit weiterhin bauen. Langfristig geht es allerdings nicht nur darum, die Anzahl der neuen Bauten zu verstetigen, sondern vor allem auch darum, dies und je nach Kundenvorstellung kosteng\u00fcnstig und trotzdem nachhaltig anzubieten\u201c, sagt Georg Schareck, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein. Impulse oder Investitionsanreize wie die Sonder-Afa oder das Baukindergeld, die eher noch zu weiteren Engp\u00e4ssen bei den Betrieben f\u00fchren w\u00fcrden, seien hilfreich. Aber eben nicht systemisch. So muss auch die Planungsvorleistung sowie Bauzeitenplanung immer mit in das Kalk\u00fcl einbezogen werden. Es besteht derzeit noch immer ein \u00dcberhang an Auftr\u00e4gen mit Wartezeiten von mehreren Monaten im Hochbau, die bei allen Bauwerken zu ber\u00fccksichtigen sind.<\/p>\n<p>Gefragt sind nachhaltige L\u00f6sungen, die zu einem nachfragegerechten Angebot an Wohnraum f\u00fchren und letztlich dazu, dass sich der Wohnungsmarkt mit ausgeglichenem Angebot und Nachfrage wieder selber reguliert. Allen Expertisen ist zu eigen, dass mit Eintritt in eine solche Phase Bauen und Wohnen grunds\u00e4tzlich g\u00fcnstiger werden.<\/p>\n<p>Laut der Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr zeitgem\u00e4\u00dfes Bauen ARGE e.V. f\u00fchren neben Grundst\u00fccks-preissteigerungen und -spekulationen sowie Investitionen in das falsche (zu hochwertige) Wohnungsbausegment und anderen Faktoren vor allem die gestiegenen Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche an die Standards wie Energieeffizienz, barrierefreies Bauen, Kfz-Stellpl\u00e4tze, Schallschutz und weitere kommunale oder beh\u00f6rdliche Auflagen zu sp\u00fcrbaren Verteuerungen des Bauens. Die ARGE und auch die Bauwirtschaft fordern seit langem, die Standards auf Angemessenheit zu \u00fcberpr\u00fcfen, \u00fcbertriebenen Klimaschutz beim Bauen sowie zus\u00e4tzliche kommunale Auflagen, die insbesondere gegen g\u00fcnstige Standards wirken, abzuschaffen.<\/p>\n<p>\u201eZum einen brauchen wir kosteng\u00fcnstiges Bauland und hier sind auch die Kommunen gefordert. Zum anderen brauchen wir Nachverdichtungen im urbanen Raum und hier geht es um die Beseitigung vieler regulativer Hemmnisse, auch f\u00fcr den Holzbau, der sich in diesem Bereich besonders f\u00fcr Aufstockungen anbietet\u201c, sagt Schareck.<\/p>\n<p>Auf der Wunschliste des Baugewerbes stehen des Weiteren vor allem Typengenehmigungen wie Bauartzulassung, die Erweiterung der Genehmigungsfreistellung, die Beschleunigung und Vereinfachung von digitalen Baugenehmigungsverfahren sowie eine Entschlackung zahlreicher \u00fcberbordender Anforderungen. \u201eMit derartigen \u00c4nderungen sollte es m\u00f6glich werden, die Kosten des Bauens zu senken\u201c, sagt Schareck. Die Bauwirtschaft selbst ist hoch motiviert und offen f\u00fcr diese Entwicklungen. Am Ende ist sie aber \u201enur\u201c Ausf\u00fchrender \u2013 die m\u00f6glichen Rahmen setzen Bund und Land und am Ende Hauseigent\u00fcmer und Bauherr.<\/p>\n<p>Der Baugewerbeverband Schleswig-Holstein verspricht sich insbesondere von der geplanten Entschlackung der Landesbauordnung eine sp\u00fcrbare Entlastung und Beschleunigung von Verfahren f\u00fcr das Bauen und begr\u00fc\u00dft die Initiative des Bauministeriums.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Noch ist keine \u00f6konomische Trendwende am deutschen Wohnungsmarkt in Sicht. Schleswig-Holsteinisch hingegen ergreift die Initiative und wird m\u00f6glicherweise zum Vorbild. Hier entwickeln Politik, Bauwirtschaft und ihre Partner gemeinsam Ma\u00dfnahmen, um das Bauen zu erleichtern. 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