{"id":1383,"date":"2018-03-11T09:05:48","date_gmt":"2018-03-11T09:05:48","guid":{"rendered":"http:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=1383"},"modified":"2018-03-11T09:05:48","modified_gmt":"2018-03-11T09:05:48","slug":"zivilgesellschaft-und-ich-perspektiven-fuer-aktive-teilhabe-fuer-junge-zugewanderte-und-deutsche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/03\/11\/zivilgesellschaft-und-ich-perspektiven-fuer-aktive-teilhabe-fuer-junge-zugewanderte-und-deutsche\/","title":{"rendered":"Zivilgesellschaft und ich \u2013 Perspektiven f\u00fcr aktive Teilhabe f\u00fcr junge Zugewanderte und Deutsche"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ratzeburg (pm).<\/strong> Im Rahmen des Kooperationsprojektes Freiwillige Inklusiv, welches auch in den Kinder- und Jugendeinrichtungen Gleis21 und Stellwerk umgesetzt wird, fand ein Wochenendseminar zum Thema zivilgesellschaftliches Engagement in Gl\u00fccksburg statt.<br \/>\nInsgesamt haben an dem Wochenende vom 2. bis 4. M\u00e4rz 30 haupts\u00e4chlich junge Menschen teilgenommen. Davon waren zehn aus den Ratzeburger Einrichtungen Gleis21 und Stellwerk. Dar\u00fcber hinaus kamen die Teilnehmer_innen aus Kiel, Neum\u00fcnster und Meldorf. Ein Teil der jungen M\u00e4nner und Frauen stammt urspr\u00fcnglich nicht aus Deutschland, sondern aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und den USA. Das Seminar fand im Seminarhaus Artefact, einem Zentrum f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, globales Lernen und lokales Handeln in Gl\u00fccksburg an der Ostsee statt.<\/p>\n<p>F\u00fcr einige der Teilnehmenden war bereits die Anreise ein herausragendes Erlebnis: noch nie hatten sie eine Schneelandschaft erlebt, wie sie in diesen Tagen im n\u00f6rdlichen Raum Schleswig-Holsteins, besonders in der N\u00e4he Flensburgs zu bestaunen war. Nach anf\u00e4nglichem Z\u00f6gern gab es dann in den Pausen immer wieder Schneeballschlachten.<\/p>\n<p>Aber auch die Unterkunft selbst lud zur Bewunderung ein: die meisten waren im \u00f6kologischen G\u00e4stehaus mit nubischer Architektur und Lehmgew\u00f6lben untergebracht. Einige wohnten im Sonnenhaus, das mit einer gro\u00dfen Solarheizanlage ausgestattet ist. Werner Kiwitt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Artefact, lud am Sonntagvormittag zu einer ausgiebigen Besichtigung des Energiepowerparks ein und zeigte sehr anschaulich, wie die Geb\u00e4ude ihre Energie aus eigenen erneuerbaren Quellen gewinnen und wie Solar- und Windkraftanlagen f\u00fcr dezentrale Energie eingesetzt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr Huruy aus Eritrea, der Elektriker werden will, waren dies tolle Anregungen f\u00fcr ein sp\u00e4teres Engagement in diesem Bereich.<\/p>\n<p>Am Sonnabend lud Imke Frerichs, Referentin von Brot f\u00fcr die Welt in der Diakonie SH, die Teilnehmenden ein, sich mit Gerechtigkeit und aktiver Teilhabe in der Zivilgesellschaft zu besch\u00e4ftigen. In Gruppen erarbeiteten alle spielerisch Strategien, wie zum Beispiel der Fischbestand im Meer bei gleichzeitigem Konkurrenzdruck und Profitstreben erhalten bleiben kann. In einer kreativen \u00dcbung sollten alle ihr \u201egerechtes Dorf\u201c malen, ohne sich in Worten dar\u00fcber austauschen zu k\u00f6nnen. Beide \u00dcbungen sorgten f\u00fcr einige Aha-Erlebnisse. Imke Frerichs trug weiterhin vor, was Zivilgesellschaft ausmacht und was daf\u00fcr ben\u00f6tigt wird: n\u00e4mlich Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Nur 2 % der Weltbev\u00f6lkerung leben in L\u00e4ndern mit offener Zivilgesellschaft, wie der \u201eAtlas der Zivilgesellschaft\u201c von Brot f\u00fcr die Welt darstellt. Hierzu geh\u00f6rt auch Deutschland. Der Atlas fand bei allen Teilnehmenden gro\u00dfes Interesse. Danach tauschten sich alle dar\u00fcber aus, was sie an St\u00e4rken und Kompetenzen mitbringen und wie sie sich aktiv einbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Samstagabend lud zu einem Trommelworkshop mit Regine B\u00f6hm aus Gl\u00fccksburg ein und es wurden unterschiedliche afrikanische Rhythmen mit viel Spa\u00df erprobt.<\/p>\n<p>Alle Seminarg\u00e4ste waren am Ende des vollen Wochenendes sehr zufrieden und gl\u00fccklich \u2013 auch dar\u00fcber, dass sich unter den jungen Leuten viele neue Kontakte aufgebaut hatten.<\/p>\n<p>Die Projektkoordinatorin Andrea Bastian und die Verantwortlichen aus den verschiedenen Projektregionen, wie unter anderem Stephanie Petersen vom Gleis 21 und Stellwerk, waren ebenfalls sehr erleichtert und gl\u00fccklich dar\u00fcber, dass es gelungen war, so viele unterschiedliche Menschen an die Themen der aktiven Teilhabe in der Zivilgesellschaft heranzuf\u00fchren \u2013 auch wenn es im Alltag f\u00fcr viele aufgrund der Herausforderungen bei der Integration in Deutschland nicht einfach ist. Fotografisch und filmisch begleitet wurde der Workshop von der syrischen Filmerin Sara Alkoud, die selbst noch mitten im Integrationsprozess steht, aber hier ihre besonderen Kompetenzen zeigen kann.<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eFreiwillige Inklusiv\u201c der Diakonie SH wird von der Gl\u00fccksspirale gef\u00f6rdert. Weitere Informationen erhalten Sie bei Andrea Bastian bei der Diakonie SH. Stephanie Petersen von den Kinder- und Jugendeinrichtungen Gleis21 und Stellwerk steht f\u00fcr R\u00fcckfragen \u00fcber die Angebote und die Umsetzung des Projektes in Ratzeburg zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). Im Rahmen des Kooperationsprojektes Freiwillige Inklusiv, welches auch in den Kinder- und Jugendeinrichtungen Gleis21 und Stellwerk umgesetzt wird, fand ein Wochenendseminar zum Thema zivilgesellschaftliches Engagement in Gl\u00fccksburg statt. Insgesamt haben an dem Wochenende vom 2. bis 4. 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