{"id":13037,"date":"2019-03-29T10:14:04","date_gmt":"2019-03-29T09:14:04","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=13037"},"modified":"2019-03-29T10:14:04","modified_gmt":"2019-03-29T09:14:04","slug":"deutlicher-rueckgang-der-arbeitslosigkeit-im-maerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/03\/29\/deutlicher-rueckgang-der-arbeitslosigkeit-im-maerz\/","title":{"rendered":"Deutlicher R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit im M\u00e4rz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg hat im M\u00e4rz abgenommen und betr\u00e4gt jetzt 4.986. Dies sind 180 weniger als im Vormonat. In der Folge ist die Arbeitslosenquote gegen\u00fcber Februar um 0,2 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 4,8 Prozent. Das ist die niedrigste Quote in einem Monat M\u00e4rz seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997.<\/p>\n<p>Vor einem Jahr waren im M\u00e4rz noch 5.398 Menschen und damit 412 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 5,3 Prozent. \u201eNachdem die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg im Februar zugenommen hatte, ist sie inzwischen wieder deutlich gesunken. So hat ein Teil der jungen Leute, die sich nach ihrem Ausbildungsabschluss arbeitslos gemeldet hatten und damit im Wesentlichen Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Anstieg im letzten Monat waren, schnell einen Einstieg in das Berufsleben gefunden. Aber auch dar\u00fcber hinaus zeigen sich bereits Anzeichen einer ersten Fr\u00fchjahrsbelebung. Im M\u00e4rz ist die Zahl der Menschen, die sich in Arbeit abgemeldet haben und die Zahl der neu gemeldeten Stellen wieder deutlich gestiegen\u201c, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten f\u00fcr den Kreis Herzogtum Lauenburg. \u201eMit Arbeitslosenquoten von f\u00fcnf bzw. unter f\u00fcnf Prozent in den ersten drei Monaten verzeichnen wir die besten Arbeitsmarktdaten f\u00fcr ein erstes Quartal im Herzogtum Lauenburg seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene vor 20 Jahren.\u201c<\/p>\n<p>Derzeit sind dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter insgesamt 1.421 sozialversicherungspflichtige Stellen von Unternehmen im Kreis Herzogtum Lauenburg als vakant gemeldet. Das sind 59 (plus 4,3 Prozent) mehr als im Vormonat und 272 mehr (plus 23,7 Prozent) als im M\u00e4rz vergangenen Jahres. Die meisten neuen Mitarbeiter werden derzeit im Bereich Handel, Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen und der Arbeitnehmer\u00fcberlassung gesucht.<\/p>\n<p><strong>Unterbesch\u00e4ftigung<\/strong><\/p>\n<p>\u201eAuch die Zahl der Unterbesch\u00e4ftigten ist gegen\u00fcber dem Vorjahr gesunken und liegt aktuell im Kreis Herzogtum Lauenburg bei 6.986. Dies sind 420 oder 5,7 Prozent weniger als im M\u00e4rz des vergangenen Jahres\u201c, erl\u00e4utert die Agenturchefin. Die Unterbesch\u00e4ftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt auf der Suche nach einer neuen Besch\u00e4ftigung sind.<\/p>\n<p>Nicht als arbeitslos gez\u00e4hlt werden beispielsweise Teilnehmer an Weiterbildungsma\u00dfnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunf\u00e4hig erkrankt sind und gefl\u00fcchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Ma\u00dfnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zus\u00e4tzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbesch\u00e4ftigung erfasst, die die Agentur f\u00fcr Arbeit ebenfalls monatlich ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><strong>Weiterbildungsf\u00f6rderung: Mitarbeiter qualifizieren \u2013 beide Seiten profitieren<\/strong><\/p>\n<p>Mit jahresdurchschnittlich 1.284 gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen erreichte der Stellenbestand im Kreis Herzogtum Lauenburg im letzten Jahr einen neuen H\u00f6chstwert. \u201eDie Unternehmen haben Auftr\u00e4ge und suchen Personal. Es f\u00e4llt ihnen aber immer schwerer, bei abnehmender Arbeitslosigkeit neue geeignete Mitarbeiter zu finden. Daher ist die Zahl der Stellen in unserem Bestand weiter gestiegen\u201c, erkl\u00e4rt die Agenturchefin. Insbesondere auf Ebene der Fachkr\u00e4fte mache sich dies bemerkbar. \u201eF\u00fcr knapp siebzig Prozent der Stellen wird ausgebildetes Personal gesucht. Insbesondere hier dauert es vor dem Hintergrund fehlender Fachkr\u00e4fte l\u00e4nger, die Stellen zu besetzen\u201c, so Grote-Seifert.<\/p>\n<p>Um den Fachkr\u00e4ftebedarf zu decken, setzen viele Betriebe auf die Ausbildung junger Menschen. \u201eDas ist ein richtiger Schritt, aber es gibt noch weitere M\u00f6glichkeiten. So k\u00f6nnen Unternehmen auch in der eigenen Belegschaft Mitarbeiter, die bislang noch keinen Berufsabschluss haben, qualifizieren. Hierbei unterst\u00fctzen wir sie mit der Weiterbildungsf\u00f6rderung Besch\u00e4ftigter\u201c, sagt die Chefin der Arbeitsagentur.<\/p>\n<p>Die Tischlerei Lange in B\u00fcchen nutzt die F\u00f6rderung, um einen Tischlerhelfer zum Tischler auszubilden. Wolf-Dieter Lange und sein Sohn Felix, die den Familienbetrieb leiten, waren vergangenes Jahr mit ihrem Mitarbeiter Pawel Florczak ins Gespr\u00e4ch gekommen. Der 36-j\u00e4hrige ist seit sechs Jahren in dem Tischlereibetrieb besch\u00e4ftigt und hat bislang im Trockenbau gearbeitet. Wolf-Dieter Lange bot Florczak eine Weiterbildung zur Montagefachkraft an. Im Gespr\u00e4ch zeigte sich, dass der Tischlerhelfer sich zwar gern qualifizieren, aber lieber eine Ausbildung zum Tischler machen w\u00fcrde. \u201eSeitdem ich Deutschland bin, wollte ich schon immer mit Holz arbeiten\u201c, erz\u00e4hlt der geb\u00fcrtige Pole, der mit seiner Ehefrau und vier Kindern in Breitenfelde lebt. Auch w\u00fcrde er gern mehr Geld verdienen und ein deutscher Facharbeiterbrief \u201edas ist schon was\u201c, so Florczak.<\/p>\n<p>So einigte man sich auf das Qualifizierungsziel \u201eTischler\u201c. \u201eMit der Ausbildung sichert Pawel seinen Arbeitsplatz zus\u00e4tzlich ab. F\u00fcr uns hat das aber auch einen weiteren Aspekt. Es ist sein Wunsch und den m\u00f6chten wir unterst\u00fctzen. Uns geht es darum, dass unsere Mitarbeiter zufrieden sind\u201c, sagen die beiden Tischlermeister. \u201eAls gelernter Tischler findet er \u00fcberall er Arbeit. Aber auch wir gewinnen, wenn wir einen weiteren qualifizierten Tischler im Betrieb haben.\u201c Der Wunsch nach einem h\u00f6heren Verdienst wird sich f\u00fcr den angehenden Tischler erf\u00fcllen. \u201eNach seinem Abschluss kann er monatlich ungef\u00e4hr \u20ac 400,- mehr verdienen als jetzt\u201c, sch\u00e4tzt Wolf-Dieter Lange.<\/p>\n<p>Die Tischlermeister haben sich vom gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter zur Weiterbildungsf\u00f6rderung Besch\u00e4ftigter beraten lassen \u201eDie Zusammenarbeit war \u00e4u\u00dferst kooperativ und beim Ausf\u00fcllen der Unterlagen sind wir gut begleitet worden\u201c, berichtet Wolf-Dieter Lange. Die Agentur f\u00fcr Arbeit \u00fcbernimmt die Kosten f\u00fcr die Berufsschule und die H\u00e4lfte des w\u00e4hrend der Ausbildung weitergezahlten Helferlohnes.<\/p>\n<p>Seit dem 01. August 2018 ist Florczak jetzt der vierte Tischler-Auszubildende im Betrieb. Er ist direkt in das zweite Ausbildungsjahr eingestiegen und seine Ausbildung dauert zwei anstatt sonst drei Jahre. Die Grundlagen aus dem ersten Ausbildungsjahr hat der 36-j\u00e4hrige zu Hause nachgeholt und bereitet sich jetzt auf die Zwischenpr\u00fcfung Anfang April vor. Seinen Gesellenbrief wird er dann im Sommer 2020 bekommen, so hoffen alle Beteiligten.<\/p>\n<p>\u201eVon der Qualifizierung im Betrieb profitieren Mitarbeiter und Unternehmen: der Arbeitsplatz wird gesichert, der Qualifizierte kann mehr verdienen, es ist eine Motivation f\u00fcr die Mitarbeiter und das Unternehmen stellt sich mit qualifiziertem Personal besser im Wettbewerb auf und bleibt konkurrenzf\u00e4hig. Die Weiterbildungsf\u00f6rderung f\u00fcr Besch\u00e4ftigte orientiert sich ma\u00dfgeblich an der Betriebsgr\u00f6\u00dfe und bietet insbesondere auch kleineren Betrieben seit Jahresbeginn noch attraktivere Konditionen, um eine Qualifizierung der Mitarbeiter zu unterst\u00fctzen\u201c, erkl\u00e4rt die Chefin der Arbeitsagentur. \u201eSprechen Sie unseren Arbeitgeber-Service an und lassen Sie sich beraten.\u201c<\/p>\n<p>Unternehmen, die sich f\u00fcr das F\u00f6rderprogramm interessieren, k\u00f6nnen sich direkt an ihren Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service wenden oder den Arbeitsgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter \u00fcber die kostenfreie Service-Nummer 0 800 4 55 55 20 kontaktieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg hat im M\u00e4rz abgenommen und betr\u00e4gt jetzt 4.986. Dies sind 180 weniger als im Vormonat. 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