{"id":13013,"date":"2019-03-28T11:15:16","date_gmt":"2019-03-28T10:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=13013"},"modified":"2019-03-28T11:15:16","modified_gmt":"2019-03-28T10:15:16","slug":"nachwuchsfoerderung-anerkennung-fuer-zwei-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/03\/28\/nachwuchsfoerderung-anerkennung-fuer-zwei-unternehmen\/","title":{"rendered":"Nachwuchsf\u00f6rderung: Anerkennung f\u00fcr zwei Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>B\u00fcchen\/Kastorf (pm).<\/strong> Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Oldesloe, hat anl\u00e4sslich der \u201eWoche der Ausbildung\u201c zwei Unternehmen mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit ausgezeichnet. Die Tischlerei Lange aus B\u00fcchen und die Claus Rodenberg Waldkontor GmbH aus Kastorf haben die Auszeichnung f\u00fcr ihr Engagement in der Ausbildung junger Menschen erhalten.<\/p>\n<p>\u201eIn diesem Jahr zeichnen wir die Firmen Tischlerei Lange aus B\u00fcchen und Claus Rodenberg Waldkontor GmbH aus Kastorf mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit aus. Beide Unternehmen engagieren sich in besonderem Ma\u00dfe in der Ausbildung junger Menschen. Dies wollen wir mit dem \u201eZertifikat f\u00fcr Nachwuchsf\u00f6rderung\u201c anerkennen und honorieren\u201c, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Leiterin der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Oldesloe.<\/p>\n<p><strong>Tischlerei Lange: \u00fcber 60 Jahre der Ausbildung im Tischlerhandwerk verpflichtet<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_13014\" aria-describedby=\"caption-attachment-13014\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Tischlerei_Lange.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-13014\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Tischlerei_Lange-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Tischlerei_Lange-200x300.jpg 200w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Tischlerei_Lange-280x420.jpg 280w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Tischlerei_Lange.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13014\" class=\"wp-caption-text\">Tischlerhandwerk in der dritten Generation: Felix Lange (links) und sein Vater Wolf-Dieter Lange mit Dr. Heike Grote-Seifert. Sogar das \u00fcber 60 Jahre alte Gesellenst\u00fcck des Vaters und Betriebsgr\u00fcnders fand sich in der Werkstatt bei der Zertifikats\u00fcbergabe. Foto: hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Tischlermeister Wolf-Dieter Lange und sein Sohn Felix blicken auf bald 66 Jahre Tischlerhandwerk und Familienbetrieb in B\u00fcchen zur\u00fcck. Gegr\u00fcndet hat das Tischlerunternehmen Ernst Lange, der auch Innungsobermeister war, am 01. August 1953. Er begann auch gleich, Tischlergesellen auszubilden. Diese Ausbildungstradition f\u00fchren sein Sohn und sein Enkel bis heute unvermindert fort, ein Grund f\u00fcr die Chefin der Arbeitsagentur den Betrieb auszuzeichnen. \u201eEs ist sch\u00f6n zu sehen, wenn \u00fcber 60 Jahre Ausbildungsengagement von Generation zu Generation weitergegeben und weitergelebt wird\u201c, sagt Grote-Seifert. Wolf-Dieter Lange war selbst 25 Jahre im Pr\u00fcfungsausschuss, vor dem die Tischler-Azubis ihre Pr\u00fcfung ablegen, t\u00e4tig und wei\u00df damit, wie wichtig eine gute Ausbildung im Betrieb ist. \u201eSelber habe ich in \u00fcber 30 Jahren gut 35 Tischler ausgebildet, von denen einige auch noch bei mir im Betrieb t\u00e4tig sind\u201c, erz\u00e4hlt Lange, der aktuell als Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses der Tischler f\u00fcr Schleswig-Holstein und Hamburg t\u00e4tig ist. Wie viele Branchen sp\u00fcrt jedoch auch er Nachwuchssorgen. \u201eVor zehn Jahren bekam ich noch zehn bis 15 Bewerbungen auf eine Ausbildungsstelle. Heute sind es gerade mal zwei bis vier\u201c, so der Ausbilder. \u201eDabei ist Tischler ist ein Beruf, der einen tollen Werkstoff be- und verarbeitet, vielfach ganz individuelle Produkte herstellt und in dem man immer wieder ein tolles Feedback vom Kunden bekommt.\u201c Die Tischlerei hat ihren Schwerpunkt im Bereich Schr\u00e4nke und Innenausbau, die Produkte werden individuell nach den Gegebenheiten vor Ort und den Kundenw\u00fcnschen in der Werkstatt hergestellt.<\/p>\n<p>Bei der Azubi-Suche reicht Lange grunds\u00e4tzlich ein erster allgemeinbildender Schulabschluss aus. \u201eMit privatem Engagement k\u00f6nnen Jugendliche bei mir dann Pluspunkte sammeln. Mitgliedschaft in einer Feuerwehr oder ehrenamtliche T\u00e4tigkeiten in einem Sportverein gleichen manche Schulnote aus\u201c, so der Ausbilder. \u201eGrunds\u00e4tzlich lernen wir uns immer in einem Praktikum n\u00e4her kennen. Unsere Praktikanten gehen dabei auch mit in den Kundendienst oder auf Montage. Hier k\u00f6nnen sie dann zeigen, dass sie motiviert sind und was sie k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>In dem Familienunternehmen beginnt jedes Jahr ein Jugendlicher mit der Ausbildung zum Tischler. Damit hat die Tischlerei immer drei Lehrlinge, in jedem Ausbildungsjahr einen. \u201eWir k\u00f6nnen nicht jeden nach dem Abschluss als Gesellen \u00fcbernehmen. Manche m\u00f6chten das auch gar nicht, f\u00fcr sie ist die Ausbildung eine Vorstufe zu einem Studium. Aber wir setzen best\u00e4ndig auf die Ausbildung junger Menschen. Wir bilden nicht nur f\u00fcr unseren Betrieb, sondern f\u00fcr unseren Berufsstand als Ganzes aus. Gesucht werden Tischler immer\u201c, erkl\u00e4rt Lange.<\/p>\n<p><strong>Claus Rodenberg Waldkontor GmbH: Vielfalt in Sachen Ausbildung<\/strong><\/p>\n<p>Forstwirtschaft sowie Gro\u00dfprojekte in der Forst- und Landschaftspflege \u2013 in diesen Bereichen ist die Claus Rodenberg Waldkontor GmbH t\u00e4tig. Es wird zum Beispiel Holz geschlagen und mit eigenen LKW an verschiedenste Kunden \u2013 zu ihnen geh\u00f6ren Pelletwerke oder M\u00f6belunternehmen \u2013 im gesamten Nordeurop\u00e4ischen Raum geliefert oder es werden Trassen f\u00fcr Energieunternehmen gebaut. So vielf\u00e4ltig wie die Bereiche, in denen das Unternehmen mit seinem zentralen Sitz in Kastorf t\u00e4tig ist, so vielf\u00e4ltig bildet das Unternehmen auch aus, erz\u00e4hlt Ausbildungsleiter Axel Staeck. \u201eWir bilden in sieben verschiedenen Ausbildungsberufen aus. Dazu geh\u00f6ren verschiedene Kaufleute, Forstwirte, IT-Fachleute oder Berufskraftfahrer. Da wir international t\u00e4tig sind, finden sich in unserem Unternehmen Mitarbeiter aus 20 Nationen.\u201c<\/p>\n<p>Bei der Nachwuchssuche setzt Staeck auf die Zusammenarbeit mit der Agentur f\u00fcr Arbeit und der Industrie- und Handelskammer. Jeder Jugendliche, der sich bei dem Unternehmen bewirbt, wird von dem Ausbildungsleiter auch zu einem Gespr\u00e4ch eingeladen. \u201eZeugnisse sind immer nur ein Aspekt. Entscheidend ist f\u00fcr mich bei der Auswahl der pers\u00f6nliche Eindruck von den jungen Menschen. \u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Ausbildung erfahren die Nachwuchskr\u00e4fte dann eine enge Betreuung. \u201eWir arbeiten eng mit den Berufsschulen zusammen, jeder Auszubildende bekommt einen \u00e4lteren Azubi als Paten, unsere Auszubildenden treffen sich regelm\u00e4\u00dfig und mit internen Ausbildungsseminaren, Englischkursen oder Austauschprogrammen vertiefen wir die Ausbildungsinhalte\u201c, so Staeck. Er setzt auf eine gute Ausbildung, denn das Unternehmen bildet f\u00fcr den eigenen Bedarf aus.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Ausbildungsbeginn im Herbst k\u00f6nnen sich auch noch junge Leute bewerben: \u201eWir haben einen freien Ausbildungsplatz bei den Kaufleuten f\u00fcr Spedition und Logistikdienstleistung sowie zwei bei den Berufskraftfahrern\u201c, erkl\u00e4rt der Ausbildungsleiter.<\/p>\n<p>\u201eBeiden Unternehmen gilt mein Dank, auch stellvertretend f\u00fcr alle anderen Ausbildungsunternehmen, die kontinuierlich ausbilden, jungen Leuten sehr gute Ausbildungsbedingungen bieten und auch Talenten unabh\u00e4ngig von Schulnoten eine Chance geben. Ich stelle bei meinen Besuchen in den Unternehmen immer wieder fest, dass die Jugendlichen in unserer Region viele engagierte Ausbildungsbetriebe finden,\u201c sagt die Chefin der Arbeitsagentur abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00fcchen\/Kastorf (pm). 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