{"id":11297,"date":"2019-01-31T08:25:25","date_gmt":"2019-01-31T07:25:25","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=11297"},"modified":"2019-01-31T08:25:25","modified_gmt":"2019-01-31T07:25:25","slug":"wohnbauliche-entwicklung-im-kreis-herzogtum-lauenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/01\/31\/wohnbauliche-entwicklung-im-kreis-herzogtum-lauenburg\/","title":{"rendered":"Wohnbauliche Entwicklung im Kreis Herzogtum Lauenburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berkenthin (pm).<\/strong> Der Entwurf zur \u00c4nderung des Landesentwicklungsplans bis 2030 liegt den St\u00e4dten, \u00c4mtern und Gemeinden vor. In einer Informationsveranstaltung am 23. Januar 2019 im Sportzentrum in Berkenthin regte J\u00fcrgen Wittekind vom Institut Raum und Energie (Wedel) die \u00fcbergemeindliche Abstimmung der wohnbaulichen Entwicklung an. Er verwies dabei auf die demografische Ver\u00e4nderungen, die Notwendigkeit zur Sicherung der Daseinsvorsorge und die gemeinsamen Aufgabenstellungen in Kooperationen der Kommunen.<\/p>\n<p>Rund 90 Gemeindevertreter der \u00c4mter Berkenthin, Breitenfelde, Lauenburgische Seen und Sandesneben-Nusse sowie Vertreterinnen und Vertreter der St\u00e4dte Ratzeburg und M\u00f6lln nahmen an der Informationsveranstaltung teil. Unmut wurde von den kleinen Gemeinden \u00fcber die weiterhin feste Vorgabe von Wohnbaukontingenten vorgetragen. Diese d\u00fcrfen sich weiterhin nur um zehn beziehungsweise f\u00fcnfzehn Prozent, gemessen an ihrer derzeitig vorhandenen Wohnbebauung entwickeln und bis 2030 nur entsprechende Wohnbaugebiete ausweisen. Sollen die Baulandausweisungen \u00fcber den \u00f6rtlichen Bedarf hinausgehen, sind zwingend Kooperationen \u00fcber Gemeindegrenzen (beispielsweise auf Amtsebene) erforderlich.<\/p>\n<p>In seinem Vortrag ging J\u00fcrgen Wittekind auch auf die sehr heterogene Wohnungsmarktregion im n\u00f6rdlichen Teil des Kreises Herzogtum Lauenburg ein. Danach sind die westlichen Teile des Kreises stark durch die Metropole Hamburg beeinflusst, die n\u00f6rdlichen Teile durch die Hansestadt L\u00fcbeck und deren Umland, w\u00e4hrend der \u00f6stliche Teil des Kreises eher l\u00e4ndlich gepr\u00e4gt ist. Auch sind die einzelnen Teile vom demografischen Wandel in unterschiedlicher H\u00e4rte betroffen.<\/p>\n<p>Wittekind stellte heraus, dass demografische, gesellschaftliche und soziale Ver\u00e4nderungen in den kommenden Jahren den Bedarf und die Nachfrage nach Wohnraum \u2013 und damit die Wohnbaufl\u00e4chenentwicklung \u2013 im Kreis dynamisch beeinflussen werden. Folgende gemeinsame Herausforderungen kommen in diesem Zusammenhang auf die Gemeinden, \u00c4mter und St\u00e4dte zu:<\/p>\n<p>\u00b7 Nachnutzung (ortsbildpr\u00e4gender) landwirtschaftliche Geb\u00e4ude<\/p>\n<p>\u00b7 Bestandsentwicklung (Wohngebiete \/ H\u00e4user der 1950er bis 1970er Jahre)<\/p>\n<p>\u00b7 Bereitstellung kleinerer Wohneinheiten f\u00fcr alle Bev\u00f6lkerungsgruppen (qualitative wohnbauliche Entwicklung und verdichteter Wohnungsbau \/ Geschosswohnungsbau) und<\/p>\n<p>\u00b7 barrierearmes Bauen und barrierearme (Um-)Gestaltung des Wohnumfeldes<\/p>\n<p>In der sich an den Vortrag anschlie\u00dfenden Diskussion wurden dann nochmals die wohnbaulichen Entwicklungsrahmen von maximal zehn beziehungsweise f\u00fcnfzehn Prozent als Vorgabe der Landesplanung kritisiert. In diesem Zusammenhang wurde von den Anwesenden gefordert, dass unter anderem Baul\u00fccken in der Innenverdichtung auf die vorstehenden Kontingente nicht angerechnet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berkenthin (pm). Der Entwurf zur \u00c4nderung des Landesentwicklungsplans bis 2030 liegt den St\u00e4dten, \u00c4mtern und Gemeinden vor. In einer Informationsveranstaltung am 23. Januar 2019 im Sportzentrum in Berkenthin regte J\u00fcrgen Wittekind vom Institut Raum und Energie (Wedel) die \u00fcbergemeindliche Abstimmung der wohnbaulichen Entwicklung an. 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