{"id":11264,"date":"2019-01-31T05:30:40","date_gmt":"2019-01-31T04:30:40","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=11264"},"modified":"2019-01-30T09:34:59","modified_gmt":"2019-01-30T08:34:59","slug":"beschaeftigte-im-kreis-herzogtum-lauenburg-sollen-recht-auf-weiterbildung-bekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2019\/01\/31\/beschaeftigte-im-kreis-herzogtum-lauenburg-sollen-recht-auf-weiterbildung-bekommen\/","title":{"rendered":"Besch\u00e4ftigte im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen &#8218;Recht auf Weiterbildung&#8216; bekommen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr die Digitalisierung fit machen: Besch\u00e4ftigte im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen ein \u201eRecht auf Weiterbildung\u201c bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) mit Blick auf den rasanten Wandel der Arbeitswelt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes haben im Jahr 2017 lediglich 11,6 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen in Schleswig-Holstein an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Das sind zwar rund 286.000 Menschen \u2013 \u201eaber angesichts der Umbr\u00fcche in vielen Branchen noch viel zu wenige\u201c, sagt Silke Kettner von der NGG Hamburg-Elmshorn.<\/p>\n<p>Neue Anforderungen reichten von der intelligenten Lagerlogistik in der Ern\u00e4hrungsindustrie bis hin zu Fremdsprachenkenntnissen im Hotel. \u201eInsbesondere viele \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte sind daf\u00fcr nicht gewappnet. Doch den Umgang mit neuer Betriebssoftware lernt man nicht einfach nebenbei\u201c, so Kettner. Und nicht jeder schaffe es, nach Feierabend noch zur Volkshochschule zu gehen. Die NGG fordert deshalb eine \u201eQualifizierungsoffensive\u201c von Betrieben und Politik. Nur mit einem gesetzlich verankerten \u201eRecht auf lebenslanges Lernen\u201c k\u00f6nnten heimische Besch\u00e4ftigte den Anschluss an die technische Entwicklung halten.<\/p>\n<p>Bisher wird die berufliche Weiterbildung zumeist allein zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geregelt. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Silke Kettner: \u201eGerade in vielen kleinen Betrieben wie B\u00e4ckereien oder Restaurants ist das ein Problem. Wegen der d\u00fcnnen Personaldecke gew\u00e4hren Chefs oft keine freien Tage f\u00fcr die Weiterbildung oder sind nicht bereit, die notwendigen Kosten zu \u00fcbernehmen \u2013 obwohl das am Ende der Firma nutzt.\u201c Gro\u00dfen Nachholbedarf gebe es insbesondere bei ungelernten Kr\u00e4ften, so die NGG. Nach einer Studie des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind die Jobs von gering Qualifizierten besonders stark von der Digitalisierung bedroht.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaft NGG fordert die Bundesregierung dazu auf, beim Thema Weiterbildung \u201eErnst zu machen\u201c. Im Koalitionsvertrag ist zwar von einer \u201enationalen Weiterbildungsstrategie\u201c die Rede. Doch die umfasst bislang lediglich eine Beratung bei der Arbeitsagentur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr die Digitalisierung fit machen: Besch\u00e4ftigte im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen ein \u201eRecht auf Weiterbildung\u201c bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) mit Blick auf den rasanten Wandel der Arbeitswelt. 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