{"id":11166,"date":"2012-12-05T09:27:56","date_gmt":"2012-12-05T08:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=11166"},"modified":"2019-01-29T10:16:55","modified_gmt":"2019-01-29T09:16:55","slug":"geschichten-und-anekdoten-aus-dem-alten-ratzeburg-teil-7-die-theatergruppe-des-ratzeburger-seglervereins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2012\/12\/05\/geschichten-und-anekdoten-aus-dem-alten-ratzeburg-teil-7-die-theatergruppe-des-ratzeburger-seglervereins\/","title":{"rendered":"Geschichten und Anekdoten aus dem alten Ratzeburg &#8211; Teil 7: Die Theatergruppe des Ratzeburger Seglervereins"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ratzeburg (pm).<\/strong> In diesem Jahr feiert Ratzeburg den 950. Jahrestag seiner ersten urkundlichen Erw\u00e4hnung. Zu diesem Anlass planten drei M\u00e4nner vor etwa einem Jahr die Sammlung und Ver\u00f6ffentlichung von Geschichten: Klaus-J\u00fcrgen Mohr, Vorsitzender des Senioren-Beirats, Christian Lopau, Archivar der Stadt, und Hans-Joachim H\u00f6hne, langj\u00e4hriger Schulmeister. Im vergangenen Sommer suchte die kleine Redaktionsgruppe \u00fcber die Presse nach passenden Beitr\u00e4gen. Die Geschichten sollen die heutige und kommende Generationen an Menschen erinnern, die man mit dem Namen \u201eRatzeburg\u201c verbindet und deren Ged\u00e4chtnis es wert ist, bewahrt zu werden. Mit freundlicher Genehmigung der Initiatoren werden diese jetzt auch auf Herzogtum direkt zu lesen sein. Im siebten Teil lesen Sie etwas \u00fcber die Theatergruppe des Ratzeburger Seglervereins.<\/p>\n<p><strong>Wilhelm Bade<\/strong><br \/>\n\u201eLachen, das war Wilhelm Bades Devise und komisch genug konnte er ja auf der B\u00fchne sein und mit ihm waren es ein paar weitere Talente\u201c, sagte Barbara Friedrich, die Tochter von Wilhelm Bade, als sie die Fotoalben mit Bild- und Textdokumenten von \u00fcber 20 Jahren Theatergeschichte des Ratzeburger Seglervereins \u00fcberreichte.<\/p>\n<p>Dr. Wilhelm Bade war Facharzt f\u00fcr Dermatologie und Urologie mit Praxis in der Brauerstra\u00dfe in Ratzeburg. Wenn man sich unter einer Arztpraxis helle R\u00e4ume mit Chrom, Edelstahl und Schleiflackm\u00f6beln vorstellte, war man bei Wilhelm Bade fehl am Platze. Das w\u00e4re ihm alles viel zu geleckt, zu glatt, zu unpers\u00f6nlich gewesen. Er war ein Mann des prallen Lebens, er liebte das Nat\u00fcrlich-Ungek\u00fcnstelte, war ein Mensch, der mit beiden Beinen fest auf dem Boden stand und sich seiner Bedeutung sicher war. Sein Umgang mit Freunden, Bekannten und Patienten war herzlich aber auch direkt, ohne Umschweife.<\/p>\n<p>In zweiter Ehe lebte er mit seiner Frau Dr. Anneliese Bade, die ihn auch gelegentlich in der Arztpraxis vertrat, und seinen vier Kindern (zwei aus erster Ehe) in einer Villa am M\u00fchlengraben mit direktem Zugang zum Ratzeburger See. Er liebte das Segeln und kam so zum Ratzeburger Seglerverein. Schwante ihm damals schon, dass er in diesem Verein sein zweites Hobby zu ungeahnter Bl\u00fcte treiben w\u00fcrde? Dabei ging es zun\u00e4chst doch nur darum, dem Verein finanziell unter die Arme zu greifen, um den Verpflichtungen f\u00fcr die Pflege von Booten und Hafenanlage, der Jugendarbeit usw. gerecht zu werden. Seine Idee war mit Theaterauff\u00fchrungen etwas Geld zu verdienen.<\/p>\n<p>Und so gr\u00fcndete Wilhelm Bade 1951 die Theatergruppe des Seglervereins. Von Anfang an war er Leiter der Gruppe. Die drei Auff\u00fchrungen pro Jahr, n\u00e4mlich Rosenmontag und Faschingsdienstag und einer Wiederholung zur Ratzeburger Segelwoche im Sommer, entwickelten sich bald zu kulturellen H\u00f6hepunkten der Stadt, zu der jeder gehen musste, der Rang und Namen hatte. Gespielt wurden ausschlie\u00dflich Schw\u00e4nke, Lustspiele \u00e0 la Ohnsorg-Theater.<\/p>\n<p>Mitspieler fanden sich schnell in den Reihen der Vereinsmitglieder: Erika Ehlers, Dr. Hermann Hinzpeter, Alfred M\u00f6ller, Gerhard Globert und Gerhard Schnoor. Bald kamen andere Ratzeburger dazu, die Spa\u00df am Laienspiel hatten wie Helmut von Zaluskowski, das Ehepaar Bohrer, Karl Pechascheck, Horst-Herbert Stahl, Margarete Kliefoth, Gudrun Fortak, Gerhild Elmers, Klaus-J\u00fcrgen Mohr und viele andere. Nicht zu vergessen Wilhelm Bades Frau Anneliese.<\/p>\n<p>Aber Wilhelm Bade war der \u201eSpeelbaas\u201c, der Leiter und Regisseur, er sorgte f\u00fcr die Requisiten und Kost\u00fcme, er k\u00fcmmerte sich um die Werbung, er entwarf das B\u00fchnenbild, das er ma\u00dfstabgerecht mit den Materialien seiner Praxis nachbildete: mit Salbenspachtel und Leukoplast-Klebestreifen. Vor allem aber spielte er immer wieder gekonnt mit Spa\u00df und gro\u00dfem Engagement die Hauptrollen.<\/p>\n<p>1957, anl\u00e4sslich der 20. Vorstellung im ausverkauften Burgtheater, schrieb der Lokalreporter Hans-Ewald Wohlfahrt in den L\u00fcbecker Nachrichten: &#8222;Es gibt Steckenpferde, die werden von versponnenen Einzelg\u00e4ngern geritten; an anderen satteln und z\u00e4umen ganze Familienverb\u00e4nde herum, und wieder andere, an denen die ganze Stadt des Steckenpferdreiters teilnimmt. Solch ein Steckenpferd reitet \u201eWilliam\u201c, wie die Mitglieder der Theatergruppe des Ratzeburger Seglervereins ihren Boss, Dr. Wilhelm Bade, nennen. Er ist allen Mitb\u00fcrgern als Kommunalpolitiker bekannt, setzt sich als Senator der Inselstadt vor allem f\u00fcr die kulturellen Belange ein und reitet schon seit seiner Jugendzeit ein Steckenpferd &#8211; Theaterspiel auf der Laienb\u00fchne.&#8212; 1952 begann man (in Ratzeburg) mit Charleys Tante. William, der schon als Penn\u00e4ler in Eimsb\u00fcttel einmal \u201eCharleys Tante\u201c ohne Wissen des Klassenlehrers einstudierte, um mit dem Erl\u00f6s der Auff\u00fchrung eine Schulfahrt zu finanzieren, kannte das St\u00fcck aus dem \u201eff\u201c. Heute noch liegt im Schreibtisch seiner Praxis das alte von ihm selbst geschriebene Rollenbuch, aus dem er seinen Sir Francis Chesny zu lernen hatte.&#8220;<\/p>\n<p>1951 bis 1972, \u00fcber 20 Jahre sorgte Dr. Wilhelm Bade mit seiner Crew f\u00fcr ausgelassene Karnevalsstimmung im stets ausverkauften Burgtheater. In den Hauptrollen immer wieder er selbst als Bauer Krischan Lamken in \u201eKrach um Jolanthe\u201c, als Dietrich Bollerkopp in \u201eFamilie Hannemann\u201c, als Geheimrat Schl\u00fcter in \u201eDas lebensl\u00e4ngliche Kind\u201c, als Hausverwalter August Kr\u00fcger in \u201eKrach im Hinterhaus\u201c oder in vielen anderen Charakterrollen. Er war der Star. Schon wenn er die B\u00fchne betrat, wurde er mit frenetischem Applaus begr\u00fc\u00dft. Und das Publikum wurde nicht entt\u00e4uscht. Derb-komisch, gewiegt-verschmitzt, grob-polternd, seri\u00f6s-galant &#8211; er \u00fcberzeugte mit schauspielerischer Hingabe, indem er sich voll und ganz der jeweiligen Rolle unterwarf. Seinem Ruf als renommierter Facharzt und Lokalpolitiker hat das nie geschadet, selbst dann nicht, wenn er in kurzer Unterhose, Doppelripp!, breitbeinig auf dem Sofa herumh\u00fcpfte.<\/p>\n<p>Ein H\u00f6hepunkt in der Geschichte der Theatergruppe war 1963 die Reise nach Chatillon. Als Lokalpolitiker lag Wilhelm Bade die Verbr\u00fcderung mit der franz\u00f6sischen Stadt Chatillon-sur-Seine sehr am Herzen. Ihm war klar, dass wahre Auss\u00f6hnung mit den ehemaligen Feinden am zweckm\u00e4\u00dfigsten an der Basis ansetzen musste. Private Kontakte zwischen Vereinen, Verb\u00e4nden und Familien mussten organisiert werden. So entstand die Idee, mit der Theatergruppe nach Chatillon zu fahren. In diesem Jahr stand \u201eDer wahre Jakob\u201c von Arnold und Bach auf dem Spielplan der Ratzeburger. F\u00fcr die Auff\u00fchrung in Frankreich wurden markante Textstellen ins Franz\u00f6sische \u00fcbersetzt und wochenlang geprobt und auch noch unterwegs auf der \u00fcber 1.000 Kilometer langen Anreise \u00fcbten sich die Schauspieler in der franz\u00f6sischen Sprache.<\/p>\n<p>In der Verbr\u00fcderungsstadt wurden sie dann auch als \u201eune fort brillant repr\u00e9sentation\u201c gefeiert. Was allerdings wohl kaum an dem Bem\u00fchen um die franz\u00f6sische Sprache gelegen haben mag, denn nach Aussage eines franz\u00f6sischen Dolmetschers h\u00e4tte man die deutschen Passagen besser verstanden als die m\u00fchsam erlernten franz\u00f6sischen. Vielleicht lag es daran, dass die franz\u00f6sische Presse die Gruppe als \u201eLa troupe du Burgtheater\u201c angek\u00fcndigt hatte? Auf jeden Fall war die Unternehmung ein voller Erfolg. Der Beifall war \u201eenthousiasme, tief und wohlverdient\u201c, so hie\u00df es in der Kritik der franz\u00f6sischen Zeitung Depeches.<\/p>\n<p>Dr. Wilhelm Bade war ein Original, er war der Motor. Als er sich nach 21 Jahren von der B\u00fchne verabschiedete, war es auch um die Tradition des Karnevaltheaters geschehen. Die Schauspielb\u00fchne des Ratzeburger Burgtheaters hat nie wieder ein so treues, begeistertes, langj\u00e4hriges Publikum gehabt.<\/p>\n<p>Dieser Bericht w\u00e4re aber nicht vollst\u00e4ndig, wollte man nicht auch an die anderen Mitwirkenden denken. Wenigstens die herausragenden Originale und treuesten Mitspieler sollen hier erw\u00e4hnt werden.<\/p>\n<p><strong>Gerhard Globert<\/strong><\/p>\n<p>Er war der typische Hamburger Jung. Gro\u00df, kantig, etwas steif in den Bewegungen, so, wie alte Matrosen tun, wenn sie auf schwankendem Schiff mit beiden Beinen das Gleichgewicht suchen. Das Gesicht oval, kurze Haare, etwas vorgew\u00f6lbte Unterlippe und stets mit einem leichten Grienscher um die Mundwinkel und in den blitzenden Augen. Am markantesten aber die breite typische Hamburger Mundart! \u201eNaa? M\u00f6chtest du ein Eis haabn?\u201c Gerhard Globert hatte zusammen mit seiner Frau Thea eine kleine Eisbude am Ende des K\u00f6nigsdamms mit Blick auf den Ratzeburger Dom. Das Gesch\u00e4ft ging gut. Nach und nach wurde angebaut, ausgebaut und endlich konnten sie sich ein richtiges Haus bauen mit Restaurant-Caf\u00e9 und Kaffeegarten. Ihre bescheidenen Wohnr\u00e4ume &#8211; K\u00fcche, Wohnzimmer, Schlafzimmer &#8211; waren im Keller neben dem Maschinenraum. Hier f\u00fchlten sie sich wohl. Das gleichm\u00e4\u00dfige Tuckern der Maschinen, die niedrige Decke und die kleinen Bullaugen von Fenstern vermittelten ihnen das Gef\u00fchl, als lebten sie auf dem Schiff.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11168\" aria-describedby=\"caption-attachment-11168\" style=\"width: 698px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/1281_7771_1_g.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-11168\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/1281_7771_1_g.jpg\" alt=\"\" width=\"698\" height=\"501\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/1281_7771_1_g.jpg 500w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/1281_7771_1_g-300x215.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 698px) 100vw, 698px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11168\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Der wahre Jakob&#8220; (1963) (v.li.) Wilhelm Bade, Gerhard Globert, Horst-Herbert Stahl. Foto: hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gerhard Globert hatte das Publikum auf seiner Seite, sobald er die B\u00fchne betrat. Die Rolle des Knechts in \u201eKrach um Jolanthe\u201c war ihm genauso auf den Leib geschrieben wie der Geheimrat Theodor Nathusius in \u201eHurra \u2013 ein Junge!\u201c. Er war ein echter Kom\u00f6diant und nahm die Aufgabe als Schauspieler sehr ernst. Die franz\u00f6sischen Passagen, die er f\u00fcr die Reise nach Chatillon auswendig lernen musste, hatte er sich auf ein Tonband sprechen lassen, welches er nun wochenlang neben dem Eisverkauf ablaufen lie\u00df, immer wieder und immer wieder. Er, der doch nur eine Sprache beherrschte und das war Hamburgische, hatte sich in den Kopf gesetzt, als Morlapostel und Geheimrat St\u00fclpnagel mit perfektem Franz\u00f6sisch zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p><strong>Horst-Herbert Stahl<\/strong><\/p>\n<p>Er war Schauspieler durch und durch. Dabei ein ganz anderer Typ als Wilhelm Bade oder Gerhard Globert. Er war klein, etwas untersetzt, blass, mit breiter Halbglatze und spitzer Nase. Unter der Brille, die er allerdings beim Spiel meistens ablegte, war ein leichter Silberblick erkennbar. Er war der Typ des beflissenen Staatsdieners, des \u00fcbereifrigen Hotel-Portiers oder des spitzb\u00fcbischen Intriganten. Unvergesslich ist sein Spiel als Hauptdarsteller in \u201eDer keusche Lebemann\u201c.<\/p>\n<p><strong>Helmut von Zaluskowski<\/strong><\/p>\n<p>Der Choleriker Helmut von Zaluskowski, war eine der Haupts\u00e4ulen in Wilhelm Bades Theaterensemble. Leicht gereizt, z\u00e4nkisch, mimosenhaft eignete er sich hervorragend f\u00fcr die Besetzung von Rollen wie \u201eTante Jutta aus Kalkutta\u201c oder als verliebter James Ellison im \u201ewahren Jakob\u201c. Als solcher geh\u00f6rte er also auch zu den Chatillon-Fahrern. Seine Erregbarkeit zeigte sich unter anderem in Kaiserslautern, wo die Truppe die Fahrt unterbrach und \u00fcbernachtete. In dem Hotel war laut Zeitungsbericht kurz zuvor ein Mord geschehen und Helmut von Zaluskowski, das war seine feste \u00dcberzeugung, wurden Zimmer und Bett zugewiesen, in dem man den Ermordeten gefunden hatte. Dass er schlecht geschlafen hatte, l\u00e4sst sich denken.<\/p>\n<p>Er betrieb ein kleines Sportgesch\u00e4ft in der Herrenstra\u00dfe, das Sporthaus Olympia. Entsprechend engagierte er sich in den Ratzeburger Sportvereinen. Man sah ihn, immer in Clubjacket und m\u00f6glichst mit Vereinskrawatte, bei allen Regatten, Tournieren und sonstigen Wettk\u00e4mpfen: bei den Ruderern, Seglern, Fechtern, Fu\u00df- und Handballern, bei den Schwimmern und Leichtathleten. Seine besondere Liebe galt der Segel-Fliegerei.<\/p>\n<p><strong>Klaus-J\u00fcrgen Mohr<\/strong><\/p>\n<p>Auch in ihm, dem Kaufmann und Nachfolger seines Vaters Walter Mohr, steckt ein Schauspieler. Jeder Theaterfreund in unserer Stadt und dar\u00fcber hinaus erinnert sich an zahlreiche Theaterst\u00fccke, in denen Klaus-J\u00fcrgen Mohr die unterschiedlichsten Charaktere auf die B\u00fchne stellte. Denn das ist seine St\u00e4rke: die Wandlungsf\u00e4higkeit und Glaubw\u00fcrdigkeit seines Spiels. Das hat er als \u201ejugendlicher Geliebter\u201c unter Wilhelm Bades Regie gezeigt aber auch in ernsten St\u00fccken wie in Arthur Millers \u201eHexenjagd\u201c. Der H\u00f6hepunkt in seinem Schauspielerleben war zweifellos der \u201eSl\u00f6mer\u201c, einem niederdeutschen Spiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes (Vorl\u00e4ufer des Salzburger \u201eJedermanns\u201c von Hugo von Hoffmannsthal).<\/p>\n<p><strong>Die Damen des Ensembles<\/strong><\/p>\n<p>Schon wegen ihres jugendlichen Alters lassen sie sich nicht als Originale einstufen. Muschi Bohrer, Traudel Ziegenberg, Chris Matthiessen, Ute Thiele, Gerhild Elmers und Gudrun Fortak zum Beispiel. Zu den treuesten Mitspielerinnen z\u00e4hlten Erika Ehlers und Margarete Kliefoth. Letztere hatte, obwohl sie erst als Seniorin zu der Truppe stie\u00df, so viel Spa\u00df am Theaterspielen gefunden, dass sie nach Aufl\u00f6sung der Theatergruppe des Seglervereins noch auf anderen B\u00fchnen weiter spielte, zuletzt sogar bei der professionellen Niederdeutschen B\u00fchne am Stadttheater L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>Als originell kann man bestenfalls die Ehefrau Wilhelm Bades bezeichnen, Dr. Anneliese Bade. Sie war das Gegenst\u00fcck zu ihm. Neben dem alles beherrschenden Patriarchen behauptete sie sich durch kluge Zur\u00fcckhaltung, leise Bescheidenheit und \u00e4u\u00dferste Liebensw\u00fcrdigkeit. Klamauk war nicht ihre Sache. Die naive Matrone Karoline Kynast mit Scho\u00dfhund in \u201eDyckerpotts Erben\u201c schien ihr auf den Leib geschrieben zu sein. Mit viel Verst\u00e4ndnis und \u00dcberlegenheit spielte sie auch die einf\u00fchlsame Ehefrau des von Erfolg verw\u00f6hnten aber jetzt alternden Musikprofessors Gustav Heink im \u201e:Konzert\u201c von Germann Bahr.<\/p>\n<p><strong>Bisher erschienen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2012\/06\/17\/geschichten-und-anekdoten-aus-dem-alten-ratzeburg-teil-1-august-gluth\/\">Teil 1 &#8222;August Gluth&#8220;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2012\/06\/24\/geschichten-und-anekdoten-aus-dem-alten-ratzeburg-teil-2-vadder-gluth\/\">Teil 2 &#8222;Vadder Gluth&#8220;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2012\/07\/01\/geschichten-und-anekdoten-aus-dem-alten-ratzeburg-teil-3-schooster-dau\/\">Teil 3 &#8222;Schooster Dau&#8220;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2012\/08\/22\/geschichten-und-anekdoten-aus-dem-alten-ratzeburg-teil-4-erinnerungen-an-den-ratskeller\/\">Teil 4 &#8222;Erinnerungen an den Ratskeller&#8220;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2012\/09\/01\/geschichten-und-anekdoten-aus-dem-alten-ratzeburg-teil-5-originale-an-der-lauenburgischen-gelehrtenschule\/\">Teil 5 &#8222;Originale an der Lauenburgischen Gelehrtenschule&#8220;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2012\/10\/06\/geschichten-und-anekdoten-aus-dem-alten-ratzeburg-teil-6-karl-adam-rudertrainer-ehrenbuerger\/\">Teil 6 &#8222;Karl Adam, Rudertrainer, Ehrenb\u00fcrger&#8220;<\/a><\/p>\n<p>Mehr auf <a href=\"http:\/\/www.ratzeburg.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.ratzeburg.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). 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