{"id":10085,"date":"2018-12-25T11:15:10","date_gmt":"2018-12-25T10:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=10085"},"modified":"2018-12-25T11:15:10","modified_gmt":"2018-12-25T10:15:10","slug":"erbrachte-integrationsleistungen-junger-auslaender-muessen-besser-beruecksichtigt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/12\/25\/erbrachte-integrationsleistungen-junger-auslaender-muessen-besser-beruecksichtigt-werden\/","title":{"rendered":"Erbrachte Integrationsleistungen junger Ausl\u00e4nder m\u00fcssen besser ber\u00fccksichtigt werden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel\/Berlin (pm).<\/strong> Schleswig-Holsteins Minister f\u00fcr Inneres, L\u00e4ndliche R\u00e4ume und Integration, Hans-Joachim Grote, hat im Bundesrat eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung erbrachter Integrationsleistungen f\u00fcr geduldete Ausl\u00e4nder im Alter von 21 bis 27 Jahren gefordert. Er begr\u00fcndete damit die von Schleswig-Holstein eingebrachte Gesetzesinitiative zur Erg\u00e4nzung von Paragraf 25 b Aufenthaltsgesetz.<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein will eine Bleibeperspektive f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge erreichen, die bereits mindestens vier Jahre in Deutschland leben, hier einen Berufsabschluss erworben oder eine Schule besucht haben, aber bereits \u00fcber 21 Jahre alt sind. Dieser Gruppe ist bislang ein Bleiberecht nach Paragraf 25 a Aufenthaltsgesetz verwehrt. Die Mehrheit der unbegleiteten Minderj\u00e4hrigen komme im Alter von 16 bis 17 Jahren nach Deutschland. Dieser Gruppe sei es faktisch nicht m\u00f6glich, die zeitliche Vorgabe eines vierj\u00e4hrigen Aufenthaltes bis zum 21. Lebensjahr zu erf\u00fcllen. Sie m\u00fcssen oft mindestens acht Jahre abwarten, um dann \u00fcber Paragraf 25 b Aufenthaltsgesetz ein Bleiberecht zu erhalten. M\u00f6glich ist das in der Regel nur \u00fcber Kettenduldungen.<\/p>\n<p>&#8222;Der Gruppe der \u00fcber 21-J\u00e4hrigen wird also ein Bleiberecht unabh\u00e4ngig davon verwehrt, ob sie Integrationsleistungen erbringen. Das erscheint nur bedingt mit der gesetzgeberischen Intention vereinbar, die ja gerade auf die Anerkennung nachhaltiger Integrationsleistungen abzielte&#8220;, so Grote. Der vorliegende Gesetzesentwurf solle diese L\u00fccke nun schlie\u00dfen: &#8222;Wenn die Voraussetzungen f\u00fcr eine Titelerteilung nach Paragraf 25a Absatz 1 erf\u00fcllt sind, soll geduldeten Ausl\u00e4ndern unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden k\u00f6nnen. Diese Personen m\u00fcssen das 21., nicht aber das 27. Lebensjahr vollendet haben. Und sie m\u00fcssen nachhaltig integriert sein&#8220;, erl\u00e4uterte Grote.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel\/Berlin (pm). 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